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Autokonzern-Kontrolleur : BMW, VW, jetzt Daimler: Bernd Pischetsrieder wird Aufsichtsratschef

Bernd Pischetsrieder Bild: EPA

Der Daimler-Konzern setzt für sein Kontrollgremium auf Bewährtes: Nach sieben Jahren als Vorstandschef von BMW und vier Jahren an der VW-Spitze soll Bernd Pischetsrieder künftig dem Aufsichtsrat des Stuttgarter Autokonzerns vorstehen.

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          Der Aufsichtsrat hat entschieden: Wenn die Daimler-Hauptversammlung im nächsten Frühjahr zustimmt, soll der künftige Aufsichtsratschef Bernd Pischetsrieder werden. Er tritt dann die Nachfolge von Manfred Bischoff an, der diesen Posten seit dem Jahr 2007 innehat und sich mit dann fast 79 Jahren zurückzieht. Das teilte Daimler nach einer Aufsichtsratssitzung am Donnerstag morgen mit.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          „Bernd Pischetsrieder ist einer der international anerkanntesten Automobilexperten“, lobt Bischoff laut Mitteilung die Entscheidung zu Gunsten von Pischetsrieder: „Seine Expertise und sein Erfahrungsschatz sind für die Daimler AG von herausragender Bedeutung.“

          Pischetsrieder war sieben Jahre BMW-Vorstandschef, bevor er zu Volkswagen wechselte, wo er Vorstandschef von 2002 bis 2006 war. Dem Daimler-Aufsichtsrat gehört Pischetsrieder seit 2014 an.

          Er habe die Entscheidungen, den Daimler-Konzern zu digitalisieren und das Produktportfolio zu elektrifizieren und damit neu auszurichten, intensiv begleitet, kommentiert Bischoff in der Pressemitteilung. Und er schätze seinen designierten Nachfolger menschlich und fachlich sehr.

          Lange Jahre galtals ausgemacht, dass der langjährige Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche nach der üblichen Auskühlphase von zwei Jahren im nächsten Jahr Nachfolger von Bischoff an der Aufsichtsratsspitze des Stuttgarter Konzerns wird. Gegen diesen Plan wurde allerdings immer stärkerer Widerstand laut, als einige Altlasten aus der Ära Zetsche offenbar wurden.

          Im Sommer hat Zetsche im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erklärt, dass er den Weg für eine andere Besetzung des Kontrollgremiums frei machen möchte. Zetsche hat in einem anderen Konzern ohnehin gegenwärtig genug zu tun: Er ist Aufsichtsratsvorsitzender des Touristikunternehmens TUI.

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