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Berliner Start-up : Der Eierlikör mit dem ü

Von wegen Kaffeekränzchen: Die Eierlikör-Fans Sebastian Tigges, Christopher Leidinger und Phillip Nagel (v. l.) Bild: homtastics

Eierlikör ist nur etwas für Senioren, Kaffeekränzchen und Ostern? Drei Berliner Gründer wollen der Spirituose zu neuem Ruhm und Glanz verhelfen.

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          Eierlikör erzeugt Bilder im Kopf. Seniorenwohnzimmer, Ölgemälde mit Gebirgsmotiv, ein Kaffeekränzchen. Ältere Damen nippen versonnen an hochstieligen Likörschalen. Dieses Image will so gar nicht passen zur hippen Berliner Start-up-Welt und zu Vertretern dieser Szene wie Christopher Leidinger, Philipp Nagel und Sebastian Tigges. Ganz bestimmt aber passt der vollmundige Anspruch, mit dem sie an das Produkt herangehen: „Wir verhelfen Eierlikör wieder zu dem Ruhm und Glanz, den er seit jeher verdient“, heißt es auf der Firmen-Homepage, die so heißt wie ihre neue Marke: Rübbelberg.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die drei Gründer sind Verkaufsprofis, vor allem Leidinger weist sich hauptberuflich als Fachmann aus. Er ist Inhaber einer Agentur, die Klienten wie Airbnb oder Comdirect in Sachen Marke und Design berät. Kennengelernt haben sich Leidinger, Nagel und Tigges über gemeinsame Freunde. Daraus entwickelte sich eine enge Freundschaft. „Im Sommer 2017 saßen wir beim Mittagessen und kamen vom Hölzchen aufs Stöckchen zum Eierlikör“, erinnert sich Nagel. Im Gespräch stellt man fest: Wir alle haben Erinnerungen an die süße Spirituose. Und zwar schöne, denn was gibt es Schöneres als nostalgisch verklärte Erinnerungen? Folgerichtig kommt die Frage auf: Warum eigentlich spielt Eierlikör heute keine Rolle mehr, warum führt er in der Trinkkultur so ein Schattendasein?

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