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Berliner Problemflughafen : Platzt schon wieder ein BER- Eröffnungstermin?

  • Aktualisiert am

Wann hier wohl die ersten Passagiere durchlaufen? Bild: EPA

Stand jetzt wird der neue Hauptstadtflughafen im Oktober 2020 eröffnet. Der zuständige Landrat ist allerdings skeptisch und offenbar geht es dem Flughafenchef ganz ähnlich.

          Berichte über Baumängel im Terminal des neuen Hauptstadtflughafens BER machen den zuständigen Landrat skeptisch, was die geplante Eröffnung im Oktober 2020 angeht. „Ich habe Magengrummeln“, sagte Stephan Loge in der ARD.

          Der SPD-Politiker erinnerte an frühere geplatzte Eröffnungstermine: „Wir haben da so ein bisschen Déjà-vus.“ Wie der Spiegel berichtet, erklärte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup Anfang April gegenüber Vertretern der Landesregierungen von Berlin und Brandenburg sowie der Bundesregierung: „Die ursprüngliche Sicherheit des Eröffnungstermins im Oktober 2020 kann heute nicht mehr uneingeschränkt garantiert werden.“

          Das gehe aus Unterlagen der Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft hervor. Probleme soll es demnach etwa bei den Brandmeldeanlagen geben. Bosch habe vereinbarte Leistungen „bisher nicht vollständig erbracht“. Das Unternehmen weist dies zurück. Die Flughafengesellschaft hält offiziell auch weiter am geplanten Termin im Oktober 2020 fest.

          Zulassungen fehlen

          Stephan Loge untersteht das für den BER zuständige Bauordnungsamt. Es verhinderte im Jahr 2012, dass der Flughafen in Betrieb ging, ohne fertig zu sein. Seit einigen Wochen gibt es Berichte, nach denen auch der Termin 2020 bedroht wäre, wenn es für bestimmte Dübel im Terminal keine Einzelfallzulassung gebe. Der Flughafen bestätigte, dass für Befestigungslösungen zum Teil noch Zulassungen fehlten.

          Loge sagte: „Auch an einem Plastikdübel oder mehren tausend Plastikdübeln, wie mutmaßlich in diesem Fall, kann die Inbetriebnahme scheitern.“ Er schloss aus, „ein Auge zuzudrücken“. Der Flughafen betonte, es seien grundsätzlich Metalldübel verbaut worden. Die Betreiber widersprachen der ARD-Darstellung, dass im zentralen Kabelkanal im Terminal aufwendige Rückbauten notwendig seien. „Richtig ist, dass eine Kabelpritsche verbreitert werden muss. Hier sind auf circa 40 Meter Länge Arbeiten am Tragsystem erforderlich.“ Diese sollten Ende Mai abgeschlossen sein.

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