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Amerikanische Berichtssaison : Weitere Anzeichen der kommenden Rezession

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Um fast 90 Prozent brach der Gewinn beim Bankhaus Wells Fargo ein. Bild: Reuters

Warnungen häufen sich, dass die Weltwirtschaft vor einem Konjunkturabsturz steht. Die aktuellen Quartalsberichte der amerikanischen Konzerne machen wenig Mut. Banken drohen massive Kreditausfälle.

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          Die Pandemie trifft die amerikanische Wirtschaft mit voller Wucht: Die Arbeitslosigkeit steigt bereits rasant, Experten rechnen mit einem tiefen Konjunktureinbruch. Abgesehen von wenigen belastbaren Daten wie den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe handelt es sich bislang allerdings lediglich um Prognosen, die angesichts der beispiellosen und unübersichtlichen Situation stark abweichen.

          Verlässlichere Hinweise darauf, wie schlimm es tatsächlich werden könnte, dürfte nun die Berichtssaison der amerikanischen Unternehmen liefern. Der Zahlenreigen für das erste Quartal deckt mit dem März zwar nur den ersten Monat ab, in dem die Coronavirus-Krise die Vereinigten Staaten so richtig lahmlegte. Diese ersten Auswirkungen werden aber bereits kräftig auf die Bilanzen vieler Konzerne durchschlagen. Große Beachtung werden zudem Aussagen zum restlichen Geschäftsjahr finden.

          Banken schwer in Mitleidenschaft gezogen

          Den Auftakt machen traditionell die amerikanischen Banken, die diesmal zwar nicht wie 2008 Auslöser der Krise sind, aber trotzdem abermals im Zentrum stehen. Für wie prekär die großen Geldhäuser die Lage halten, zeigte sich am Dienstag bereits am Branchenführer JPMorgan Chase. Der Finanzriese erlitt einen 70-prozentigen Gewinneinbruch. Rückstellungen in Höhe von 8,3 Milliarden Dollar (7,56 Mrd Euro) für drohende Kreditausfälle in der Krise drückten das Ergebnis.

          Den Konkurrenten Wells Fargo erwischte es noch schlimmer – hier brach der Gewinn sogar um 89 Prozent ein. Die Pandemie hat in weiten Teilen der Vereinigten Staaten zu Ausgangsbeschränkungen geführt, zahlreiche Geschäfte und Fabriken mussten geschlossen werden. Bereits jetzt können viele Amerikaner ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, angesichts drohender Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeit müssen sich die Banken auf eine Lawine von Kreditausfällen vorbereiten.

          Nächstes Quartal wird wohl noch schlimmer

          Am Mittwoch und Donnerstag legen mit Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley weitere Schwergewichte des Finanzsektors ihre Zahlen vor . Auch hier erwarten Analysten starke Einbußen. Dabei liefern die Ergebnisse für das Auftaktquartal nur einen Vorgeschmack darauf, wie stark die Belastungen noch werden könnten. Den Geldhäusern steht das größte Ungemach erst noch bevor: Der Wirtschaftsabschwung und die Nullzinspolitik der amerikanischen Notenbank dürften sich erst im laufenden Quartal richtig niederschlagen.

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