https://www.faz.net/-gqe-733kk

Bericht aus dem Ministerium : Bundesregierung hat schwere Bedenken gegen Rüstungsfusion

  • Aktualisiert am

Der „Eurofighter“ wird von EADS gebaut. Bild: REUTERS

Die Rüstungskonzerne EADS und BAE wollen sich zusammenschließen. Derzeit wird über die Bedingungen verhandelt - doch die Bundesregierung hat offenbar noch einige Schwierigkeiten mit der ganzen Fusion.

          1 Min.

          Die Bundesregierung hat eine Reihe schwerwiegender Bedenken gegen die geplante Fusion von EADS und BAE zu einem neuen Luftfahrt- und Rüstungskonzern. Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums für den Wirtschaftsausschuss des Bundestages hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

          In dem Bericht wird unter anderem kritisiert, dass der Anteil der Airbus-Mutter EADS in dem neuen Konzern nur 60 Prozent betragen soll. Deutschland und Frankreich seien sich zudem einig, dass die angebotenen Goldenen Aktien „keine völlige Sicherheit“ böten und eventuell europarechtlich angreifbar seien. Auch die Standdortgarantien seien nicht belastbar.

          Auch in Frankreich stößt die Fusion auf Widerstand. Der Staat wolle auf keinen Fall auf den eigenen Anteil verzichten, schreibt das „Handelsblatt“ und beruft sich dabei auf das französische Präsidialamt. Falls Frankreich seine Anteile halte, wolle die Bundesrepublik EADS-Aktien kaufen, hieß es weiter.

          In diesem Fall käme der Zusammenschluss nach Ansicht von EADS wohl nicht zustande, weil die Briten keinen Konzern mit deutsch-französischer Staatsbeteiligung wollten. Der europäische Konzern EADS und das britische Unternehmen BAE Systems hatten vor kurzem bekanntgegeben, dass sie über eine Fusion verhandeln. Die Airbus-Mutter EADS soll an dem künftigen Konzern 60 Prozent, BAE 40 Prozent der Anteile halten. Der neue Konzern wäre das größte Rüstungsunternehmen der Welt und deutlich größer als der amerikanische Konkurrent Boeing.

          Weitere Themen

          SAP trotzt der Krise

          Starkes Quartal : SAP trotzt der Krise

          Mehr Umsatz, mehr Gewinn – SAP kam trotz Coronavirus-Auswirkungen überraschend gut durch das zweite Quartal. Ein Bereich entwickelte sich besonders gut.

          Topmeldungen

          Das SAP-Logo steht auf der Fassade der Konzernzentrale in Walldorf.

          Starkes Quartal : SAP trotzt der Krise

          Mehr Umsatz, mehr Gewinn – SAP kam trotz Coronavirus-Auswirkungen überraschend gut durch das zweite Quartal. Ein Bereich entwickelte sich besonders gut.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.