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BER-Chef im Gespräch : „Lufthansa sollte sich in Berlin stärker engagieren“

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup im fertigen Südterminal des BER Bild: dpa

Ein Lufthansa-Vorstand hat in der F.A.S. viel Wirbel ausgelöst mit der Prognose, der neue Berliner Flughafen werde eher abgerissen als fertig gebaut. Jetzt äußert der BER-Chef heftige Kritik.

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          Der Chef des geplanten neuen Berliner Flughafens BER, Engelbert Lütke Daldrup, hat die Lufthansa scharf für die Aussage kritisiert, das Großprojekt werde nach der jahrelangen Pannenserie abgerissen und müsse neu gebaut werden. Die Äußerung „kann ich nur als Unsinn bezeichnen“, sagte Lütke Daldrup am Sonntag im Gespräch mit der F.A.Z. Er kritisierte die Lufthansa dafür, sich in Berlin zu wenig zu engagieren. Die größte deutsche Fluggesellschaft habe sogar ihr Versprechen gebrochen, die Direktverbindung von Berlin nach New York dauerhaft anzubieten.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Anlass für die Kritik des Flughafenchefs war eine Äußerung des Lufthansa-Vorstands Thorsten Dirks, der auch für Eurowings zuständig ist, den Billigflieger der Lufthansa. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete, hatte Dirks am Freitag vor Managern auf einem Unternehmertag am Tegernsee gesagt: „Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut.“ Die Lufthansa hatte das Zitat nicht dementiert, sondern von einer „zugespitzten“ Äußerung gesprochen, die demonstrieren solle, wie groß die Probleme am BER seien.

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