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Unilever gegen Ben & Jerry's : Heftiger Hauskrach um weltberühmte Eiscreme

Ben & Jerry's-Eiscreme in einem Supermarkt in Manhattan. Bild: Reuters

Unilever wird von seiner eigenen Tochtergesellschaft Ben & Jerry’s vor Gericht gezerrt. Dabei geht es um den Eisverkauf in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten.

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          Unter dem Dach eines großen Konglomerats sind Meinungsverschiedenheiten kaum zu vermeiden. Aber der Streit, der sich derzeit innerhalb des britischen Konsumgüterkonzerns Unilever abspielt, ist besonders ungewöhnlich und erbittert. Unilever ist von seiner eigenen Tochtergesellschaft, dem Eiscremehersteller Ben & Jerry’s, vor Gericht gezerrt worden.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.
          Christian Meier
          Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.

          Auslöser des Disputs war eine Entscheidung von Ben & Jerry’s aus dem vergangenen Jahr, sein Eis nicht mehr in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten zu verkaufen. Das sorgte für einen Aufschrei in Israel und Unmut unter Unilever-Investoren, was den Konzern unter Zugzwang brachte. Sehr zum Missfallen von Ben & Jerry’s entschloss er sich vor Wochen, das Geschäft in Israel an den bisherigen dortigen Lizenznehmer zu verkaufen, mit dem Effekt, dass die Eiscreme auch weiter in den besetzten Gebieten wie im Westjordanland zu haben sein wird.

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