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Beiersdorf : Rekordgewinn für Nivea-Konzern

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Schönheitspflege aus Deutschland Bild: ddp

Das Geschäft mit Hautcremes und Deodorants lässt die Kassen des Kosmetikkonzerns Beiersdorf klingeln. Zwar wächst der Markt in Deutschland kaum noch, aber in Osteuropa, Lateinamerika und Asien sind die Kosmetikartikel zunehmend gefragt.

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          Zwei Jahren nach dem Beginn eines Großprojektes zur Steigerung der Profitabilität fährt der Körperpflegekonzern Beiersdorf die Ernte ein: Umsatz und Gewinn stiegen 2007 kräftig auf Rekordmarken. Der Umsatz kletterte um 7,6 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten um mehr als 13 Prozent auf 683 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in Hamburg mitteilte. „Die Zahlen zeigen, dass wir erfolgreich wachsen und sie überschreiten sogar leicht unsere eigenen Erwartungen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Thomas Quaas.

          Quaas hatte 2005 die Führung von Beiersdorf übernommen und einige Monate später ein scharfes Programm zur Gewinnsteigerung vorgelegt, das unter dem Namen „Neuausrichtung der Consumer Supply Chain“ lief. Dabei geht um den Verkauf von Fabriken und Zwischenlägern, sowie um die Verringerung der Lagerbestände, um so Kapital freizumachen. So wurden etwa Produktion und Logistik in Frankreich zum Verkauf gestellt, oder die Pflasterproduktion in Hamburg gestoppt, zwei Werke in Holland und Schweden verkauft.

          „Die Entscheidung, Beiersdorf weltweit auf Haut- und Schönheitspflege auszurichten, erweist sich als der richtige strategische Weg“, sagte Quaas und verwies auf eine Umsatzrendite von über 12 Prozent. Zweistellige Zuwächse verzeichnete Beiersdorf vor allem in Osteuropa, Südamerika und Asien.
          Der größte Konzernbereich Consumer (Cremes, Duschbäder) erreichte 2007 einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von 595 Millionen Euro. Der Umsatz der Klebstoff-Tochter Tesa stieg auf 846 Millionen Euro, der Gewinn betrug 88 Millionen Euro. Die Consumer-Sparte ist deutlich profitabler als Tesa, um das sich immer wieder Verkaufsgerüchte ranken.

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