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Kosten für Fluggesellschaften : Am Himmel brechen unruhige Zeiten an

Kostentreiber Kerosin: Lufthansa-Jet bei einem Zwischenstopp in Genf Bild: Reuters

Als Öl billig war, haben Fluggesellschaften euphorisch Flieger bestellt. Nun bilden teures Kerosin und Überkapazitäten eine bittere Mischung. Die Branche glaubt langfristig an großes Wachstum. Nicht jede Airline wird das erleben.

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          Auf den ersten Blick sind die Signale widersprüchlich. Einerseits hat der Weltluftfahrtverband Iata gerade auf seiner Jahrestagung in Sydney davor gewarnt, dass es an den Flughäfen auf der Welt immer enger wird, weil immer mehr Menschen mit dem Flugzeug reisen. Iata-Generaldirektor Alexandre de Juniac sprach gar von einer „Kapazitätskrise“. Neue Startbahnen seien nötig. Andererseits kamen vom Gipfeltreffen der Luftfahrt auch Warnungen, dass die fetten Jahre für die Fliegerei vorerst vorbei sein könnten. 2018 werde ein „härteres Jahr“, sagte de Juniac.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hauptgrund dafür ist der steigende Ölpreis. Die Iata kappte ihres Gewinnprognose für die Branche. 12 Prozent weniger als erhofft dürften die Fluggesellschaften der Welt in diesem Jahr verdienen. Insgesamt bleiben ihnen nach Erwartungen des Verbandes immer noch 33,8 Milliarden Dollar Überschuss. Das klingt viel, aus Sicht von de Juniac ist das aber wenig, denn es blieben nur 4 Prozent des Umsatzes als Gewinn – gerechnet für die gesamte Branche. Manche Airline dürfte hingegen nichts an ihren Passagieren verdienen.

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