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Unternehmensberater : BCG wechselt den Deutschland-Chef

Carsten Kratz Bild: Boston Consulting Group

An der Spitze der Boston Consulting Group bahnt sich ein Wechsel an. Zudem ist ein neuer Posten im Gespräch.

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          An der Spitze der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) bahnt sich ein Wechsel an. Der seit sechs Jahren amtierende Deutschland-Chef Carsten Kratz gibt seinen Posten im kommenden Frühjahr ab, wie er nach einem BCG-Partnertreffen in Prag jetzt intern bekanntgab. Wer Nachfolger wird, ist demnach noch nicht beschlossen. Die rund 170 Partner in Deutschland und Österreich werden in den kommenden Wochen darüber beraten. Entschieden wird die Nachfolge in den nächsten Monaten aber letztlich von BCG-Europa-Chef Christoph Schweizer und dem globalen BCG-Chef Rich Lesser.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Kratz muss seinen Posten räumen, weil den Länderchefs der Boston Consulting Group nach den internen Regeln nur zwei dreijährige Amtszeiten erlaubt sind. Lediglich der globale Chef darf drei Amtszeiten das Beratungshaus führen. Kratz kann auf eine durchaus erfolgreiche Amtszeit zurückblicken: Unter seiner Ägide hat sich der Umsatz im Deutschland-Geschäft fast verdoppelt – auf jetzt knapp eine Milliarde Euro.

          Damit wuchs BCG in den vergangenen Jahren noch schneller als die ohnehin erfolgsverwöhnte Branche der Unternehmensberater. Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland und Österreich war noch nie höher. Rund die Hälfte der BCG-Partner in Deutschland und Österreich haben ihren Posten unter seiner Führung erlangt.

          Der 51 Jahre alte Wahl-Frankfurter soll deshalb auch künftig weiter für die Boston Consulting Group in einer „herausgehobenen Rolle“ arbeiten. BCG-Europa-Chef Schweizer hat gegenüber Mitarbeitern für Kratz die Position als BCG-Chairman in Deutschland ins Gespräch gebracht. Diesen Posten gibt es bislang in Deutschland noch nicht, wohl aber in einigen anderen Ländern und auch auf globaler Ebene.

          Offiziell endet die Amtszeit von Carsten Kratz zum Jahresende. Laut Angaben des Unternehmens wird er aber noch für eine Übergangszeit von einigen Monaten – wohl bis ins Frühjahr 2019 – bleiben, bis ein Nachfolger gefunden und eingearbeitet ist.

          Der Industrie-Spezialist Kratz begann seine Karriere 1990 nach einem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Darmstadt im Münchener Büro der Boston Consulting Group. Dort betreute er viele Jahre lang besonders den Großkunden Siemens. Bis heute kann er daher sehr gut mit Siemens-Chef Joe Kaeser. Aufgewachsen ist Kratz in Italien, weil sein Vater des Berufs wegen dorthin gezogen war.

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