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Unternehmensberatung : BCG heuert frühere Bild-Managerin an

Donata Hopfen Bild: BCG

Bis 2017 war Donata Hopfen Verlagsgeschäftsführerin der Bild-Gruppe, dann wurde sie Chefin des Login-Dienstes Verimi. Jetzt geht sie zur Boston Consulting Group.

          Die ehemalige Verlagsgeschäftsführerin der Bild-Gruppe, Donata Hopfen, wird künftig für die Unternehmensberatung Boston Consulting Group arbeiten. Die 42 Jahre alte Managerin wird im Frühsommer als Partnerin im Berliner Büro der BCG-Digitaltochtergesellschaft „Digital Ventures“ beginnen. Dort soll sie künftig Großkonzernen beim Aufbau digitaler Geschäftsmodelle helfen.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hopfen hat früher für den Axel-Springer-Verlag das Digitalgeschäft der Bild geleitet, bevor sie 2014 zur Vorsitzenden der Verlagsgeschäftsführung der Bild-Gruppe aufstieg. Später, von 2017 bis 2018, war sie Chefin des Login-Dienstes Verimi, einem branchenübergreifenden Technologieunternehmen hinter dem große deutsche Konzerne wie die Telekom, die Allianz und Daimler stehen. Dort war sie im vergangenen Jahr aber nach wenigen Monaten wegen „unterschiedlicher Auffassungen in der strategischen Führung des Unternehmens“ wieder ausgeschieden.

          Für Donata Hopfen ist die neue Arbeit als Unternehmenberaterin auch eine Rückkehr zu ihren beruflichen Wurzeln. Ihre Karriere hatte sie im Jahr 2000 als Strategieberaterin bei Accenture begonnen, wechselte nach drei Jahren aber zu Springer.

          Die BCG-Digitaltochter „Digital Ventures“ beschäftigt derzeit rund 250 Mitarbeiter in Deutschland – vor fünf Jahren waren es noch weniger als 30. Auf der ganzen Welt sind es rund 1000 Mitarbeiter. Geleitet wird die Sparte, die in Traditionsunternehmen wieder den Gründergeist wecken und ihnen Start-up-Mentalität einhauchen soll, global von Stefan Groß-Selbeck, dem früheren Deutschland-Chef von Ebay. Gemeinsam mit dem Automobilzulieferer Bosch haben die Berater etwa den Sharingdienst „Coup“ für Elektroroller entwickelt. Für Volkswagen entwickelten sie die Online-Gebrauchtwagenplattform „Heycar“. Sie soll den großen Gebrauchtwagen-Plattformen „Mobile.de“ und „Autoscout“ Konkurrenz machen.

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