https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/bayern-muenchen-fordert-millionen-schadenersatz-von-bmw-16260583.html

F.A.S. exklusiv : Bayern München fordert Millionen-Schadenersatz von BMW

  • -Aktualisiert am

Bayern-Bosse: Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge Bild: dpa

Zwischen 10 und 20 Millionen Euro verlangt der deutsche Rekordmeister vom Münchener Autohersteller. Darum geht es.

          1 Min.

          Der FC Bayern München fordert vom Automobilhersteller BMW einen Schadenersatz in wohl zweistelliger Millionenhöhe. Das hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erfahren. Der Betrag soll zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen.

          Hintergrund des Streits ist offenbar der Vorwurf eines Vertrauensbruchs, nachdem im vergangenem Mai ein hochdotierter Sponsorenvertrag geplatzt war. Die geplante Verbindung stand kurz vor dem Abschluss und hätte zudem in eine Beteiligung von BMW als neuer Gesellschafter der Bayern München AG münden können.

          Die Rede war von einem möglichen finanziellen Engagement des Konzerns über viele Jahre von bis zu einer Milliarde Euro. Spätestens hätte der Autokonzern nach dem Jahr 2025 einsteigen können, wenn die Werbevereinbarung mit dem langjährigen FC-Bayern-Partner Audi ausgelaufen wäre. Weder der Bundesligaklub noch BMW wollten auf Anfrage eine Stellungnahme abgeben.

          Zum Scheitern brachte das Geschäft laut FC Bayern eine von BMW plötzlich gestellte „nicht erfüllbare“ Forderung. Bei einem Treffen am 8. Mai hatten die Münchner Klubverantwortlichen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß dies den BMW-Vertretern überbracht, darunter Vorstandschef Harald Krüger. Um welche strittige Forderung es sich gehandelt haben soll, ist bisher unbekannt.

          Von Anfang an soll BMW darauf Wert gelegt haben, vorzeitig in den Sponsoringvertrag einsteigen zu können – und nicht erst nach dem Jahr 2025, wenn Audi als enger Partner des FC Bayern aussteigt. Bei einer Einigung hätte BMW also Audi ablösen und dabei auch die 8,33-Prozent-Beteiligung am FC Bayern übernehmen müssen.

          Der BMW-Vorstand könnte abgelehnt haben, selbst mit Audi darüber zu verhandeln – und dann vielleicht von den Bayern-Verantwortlichen verlangt haben, eine vorzeitige Trennung von dem Konzern in Ingolstadt zu arrangieren. Derzeit sollen der FC Bayern und Audi wieder über eine Verlängerung ihrer Partnerschaft verhandeln. Im Aufsichtsrat des Klubs sitzt auch der Chef des VW-Konzerns, Herbert Diess.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundeskanzler Olaf Scholz verabschiedet sich am Dienstag in Pretoria vom südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa.

          Bundeskanzler in Afrika : Ein kurzes Bett für Scholz

          In Afrika wirbt Bundeskanzler Olaf Scholz für einen Schulterschluss der Demokratien gegenüber autoritären Regimen. Aber vor allem Südafrika will sich nicht gegen Russland stellen.
          Wollen gemeinsam regieren: Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, am Dienstag in Kiel mit dem grünen Spitzenkandidatinnenduo Monika Heinold und Aminata Touré

          Schleswig-Holstein : Kiel steuert auf Schwarz-Grün zu

          Nach dem Scheitern von Gesprächen über eine Neuauflage des Jamaika-Bündnisses wollen CDU und Grüne in Schleswig-Holstein Koalitionsgespräche führen. Schon an diesem Mittwoch könnte es losgehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Kapitalanalge
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Sprachkurse
          Lernen Sie Englisch
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Zertifikate
          Ihre Weiterbildung im Projektmanagement