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Bayer-Chef Baumann : Der ewige Angeklagte

Werner Baumann 2019 in Bonn Bild: EPA

Der Name des Bayer-Vorstandschefs Werner Baumann bleibt mit der Monsanto-Übernahme und dem Streit um Glyphosat verbunden. Die Suche nach seinem Nachfolger hat jetzt begonnen.

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          Gut eine Dreiviertelstunde hat Werner Baumann zugehört, bis es aus ihm herausbricht. Im ersten Stock im Faculty Club, einem Veranstaltungshaus für Harvard-Professoren und ihre Studenten, sitzt der Vorstandsvorsitzende von Bayer in einem Raum mit vielen Vogelzeichnungen an der Wand, Seidentapete und dieser Art von dickem Teppich, der jeden Schritt schluckt. Sheila Jasanoff hat geladen an die Eliteuniversität, sie ist in Harvard Professorin für Naturwissenschaft und Technik – und sie referiert über das Vertrauen in die Wissenschaft und wie es Institutionen und Unternehmen gewinnen oder verlieren können.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Eigentlich geht es vor allem um die Pharmabranche, auch ein Feld, in dem sich Bayer bewegt. Jasanoff forscht gerade etwa zur Akzeptanz von Covid-Impfstoffen in verschiedenen Ländern, zu dem Leverkusener Dax-Konzern hat die heute 78 Jahre alte Linguistin schon lange eine gute Beziehung, schließlich hat sie schon 1964 bei Bayer ein Praktikum gemacht, als sie in Bonn studierte. Doch als die Sprache auf Glyphosat und die Hunderttausenden Klagen in Amerika gegen Bayer kommt, wird die Stimmung schlagartig angespannt.

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