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Nach Abstimmungs-Debakel : Bayer plant außerordentliche Aufsichtsratssitzung

  • Aktualisiert am

Werner Baumann (l.), Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, und Werner Wenning, Vorsitzender des Aufsichtsrats, auf der Hauptversammlung. Bild: dpa

Nach der herben Abstimmungsniederlage auf der Hauptversammlung will der Aufsichtsrat des Chemiekonzerns laut „Wirtschaftswoche“ außerplanmäßig zusammenkommen. Das Magazin zitiert einen Kontrolleur mit den Worten: „Ein Weiter-so kann es nicht geben“.

          Bayer plant nach dem Debakel beim jüngsten Aktionärstreffen einem Magazinbericht zufolge eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung. Diese solle „in zwei bis drei Wochen“ stattfinden, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Es gehe um Antworten auf die Führungs- und Vertrauenskrise bei dem Pharma- und Agrarchemiekonzern. „Ein Weiter-so kann es nicht geben“, sagte ein Kontrolleur dem Magazin.

          Die Aktionäre hatten der Bayer-Führung vergangene Woche einen historischen Denkzettel verpasst. Auf der Hauptversammlung wurde der Vorstand nicht entlastet. Werner Baumann ist damit der erste amtierende Vorstandschef eines Dax-Konzerns, dem die Anteilseigner das Vertrauen entzogen. Sie kritisierten vor allem die teure Übernahme des amerikanischen Rivalen Monsanto, der das umstrittene Pflanzengift Glyphosat herstellt.

          Seit dem Kauf im vergangenen Sommer hat Bayer etwa 38 Milliarden Euro an Börsenwert verloren, in den Vereinigten Staaten sehen sich die Leverkusener mit etwa 13.400 Klägern wegen einer angeblich krebserregenden Wirkung von Glyphosat konfrontiert.

          Einziger Lichtblick für Bayer derzeit: Die amerikanische Umweltbehörde EPA stufte Glyphosat am Dienstag abermals als nicht krebserregend ein.

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