https://www.faz.net/-gqe-9mhhm

Nach Abstimmungs-Debakel : Bayer plant außerordentliche Aufsichtsratssitzung

  • Aktualisiert am

Werner Baumann (l.), Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, und Werner Wenning, Vorsitzender des Aufsichtsrats, auf der Hauptversammlung. Bild: dpa

Nach der herben Abstimmungsniederlage auf der Hauptversammlung will der Aufsichtsrat des Chemiekonzerns laut „Wirtschaftswoche“ außerplanmäßig zusammenkommen. Das Magazin zitiert einen Kontrolleur mit den Worten: „Ein Weiter-so kann es nicht geben“.

          1 Min.

          Bayer plant nach dem Debakel beim jüngsten Aktionärstreffen einem Magazinbericht zufolge eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung. Diese solle „in zwei bis drei Wochen“ stattfinden, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Es gehe um Antworten auf die Führungs- und Vertrauenskrise bei dem Pharma- und Agrarchemiekonzern. „Ein Weiter-so kann es nicht geben“, sagte ein Kontrolleur dem Magazin.

          Die Aktionäre hatten der Bayer-Führung vergangene Woche einen historischen Denkzettel verpasst. Auf der Hauptversammlung wurde der Vorstand nicht entlastet. Werner Baumann ist damit der erste amtierende Vorstandschef eines Dax-Konzerns, dem die Anteilseigner das Vertrauen entzogen. Sie kritisierten vor allem die teure Übernahme des amerikanischen Rivalen Monsanto, der das umstrittene Pflanzengift Glyphosat herstellt.

          Seit dem Kauf im vergangenen Sommer hat Bayer etwa 38 Milliarden Euro an Börsenwert verloren, in den Vereinigten Staaten sehen sich die Leverkusener mit etwa 13.400 Klägern wegen einer angeblich krebserregenden Wirkung von Glyphosat konfrontiert.

          Einziger Lichtblick für Bayer derzeit: Die amerikanische Umweltbehörde EPA stufte Glyphosat am Dienstag abermals als nicht krebserregend ein.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Weiter im Krisenmodus: Kanzlerin Angela Merkel während der Pressekonferenz am Dienstag.

          Neue Corona-Beschlüsse : Eine symbolische Verschärfung

          Ob die Infektionszahlen durch mehr Homeoffice und medizinische Masken sinken, ist fraglich. Eher sieht es danach aus, als ob nach den Beherbergungs-, den Glühwein- und den Rodelverboten ein weiteres Mal Symbolpolitik betrieben wird.
          Die neue Nummer Zwei im Staat: Kamala Harris

          Kamala Harris : Vizepräsidentin in Turnschuhen

          Die Stellvertreterin des Präsidenten leitet eine neue Ära ein: als erste Frau und erste Schwarze in ihrem Amt. In der Politik Joe Bidens wird Kamala Harris eine wichtige Rolle spielen.
          Januar 2017: Donald Trump und Steve Bannon im Weißen Haus

          Kurz vor Amtsübergabe : Donald Trump begnadigt früheren Chefstrategen Steve Bannon

          In den letzten Stunden seiner Präsidentschaft hat Donald Trump mit Steve Bannon einen seiner früheren engsten Vertrauten begnadigt. Auf der Liste stehen noch 72 weitere Personen – Mitglieder seiner Familie oder gar der Präsident selbst aber nicht. Dafür kassiert Trump noch ein frühes Wahlversprechen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.