https://www.faz.net/-gqe-9nj33

Wegen Umweltschäden : Neue Klage gegen Monsanto

  • Aktualisiert am

Logo des Bayer-Tochterunternehmens Monsanto Bild: Reuters

Bayer bekommt nach dem Kauf von Monsanto weiteren juristischen Ärger in Amerika. Nach mehreren Klagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat rücken nun angeblich vor Jahrzehnten verursachte Umweltschäden in den Fokus.

          1 Min.

          Dem Bayer-Konzern steht neuer rechtlicher Ärger wegen des amerikanischen Tochterunternehmens Monsanto ins Haus. Der Landkreis Los Angeles reichte am Donnerstag beim zuständigen kalifornischen Bundesbezirksgericht Klage wegen angeblich vor Jahrzehnten schon verursachter Umweltschäden ein. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von Dutzenden mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen, fordern die Kläger.

          Bayer teilte auf Nachfrage mit, die Klage noch zu prüfen. Der Konzern gehe aber davon aus, dass die Vorwürfe haltlos seien und kündigte an, dass er sich energisch verteidigen werde. Monsanto habe die PCB-Produktion vor mehr als 40 Jahren freiwillig gestoppt. Davor sei es an diverse Abnehmer aus der Industrie und dem Verarbeitenden Gewerbe verkauft worden, die es für verschiedene Zwecke verwendet hätten. Unter den damaligen Kunden sei auch die amerikanische Regierung gewesen.

          Die Kläger werfen Monsanto vor, jahrzehntelang verheerende Folgen der toxischen Schadstoffe für Natur und Lebewesen verschwiegen zu haben. Das Unternehmen sei von 1935 bis 1977 der einzige Hersteller von Polychlorierten Biphenylen (PCB) in den Vereinigten Staaten gewesen. 1979 wurde die Chemikalie dort verboten. Gegen Bayers Tochterunternehmen Monsanto, das der Konzern vergangenes Jahr für rund 63 Milliarden Dollar gekauft hatte, laufen bereits zahlreiche Klagen. Meist geht es um mögliche Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat.

          Weitere Themen

          Exportstopp für Waffen trifft Türkei kaum

          Einsatz in Syrien : Exportstopp für Waffen trifft Türkei kaum

          Im Zuge der politischen Spannungen rücken die westlichen Ausrüster der türkischen Armee in den Fokus. Deutschland hatte schon 2018 kaum noch Rüstungsexporte in das Land genehmigt.

          Topmeldungen

          Präsident Erdogan erklärt sich gegenüber Journalisten.

          Krieg in Syrien : VW stellt Werk in der Türkei in Frage

          Eigentlich war die Sache in trockenen Tüchern, nahe Izmir wollte VW sein erstes türkisches Pkw-Werk errichten. Doch weil Erdogans Truppen in Nordsyrien einmarschiert sind und dort die Kurden bekämpfen, wachsen die Zweifel an der Standortentscheidung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.