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Nach Glyphosat-Urteil : Bayer-Konzern geht in Berufung

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Bayer hat angekündigt, Berufung gegen das Glyphosat-Urteil eines amerikanischen Gerichtes einzulegen. Bild: EPA

Der Chemiekonzern Bayer legt Berufung gegen das Glyphosat-Urteil eines amerikanischen Gerichtes ein. Seit der Übernahme des Saatgutproduzenten Montsanto im vergangenen Sommer ist das Unternehmen mit mehr als 11.000 Klagen konfrontiert.

          Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer geht gegen das erste Urteil in der Glyphosat-Klagewelle in Berufung. Die Bayer-Tochter Monsanto habe mit der Einreichung seines ersten Berufungsschriftsatzes bei einem kalifornischen Gericht beantragt, das Urteil der Geschworenen im Fall Johnson gegen Monsanto aufzuheben und die Klage abzuweisen, teilte das Leverkusener Unternehmen am Mittwoch mit.

          Die vorgelegten Beweise würden den Anforderungen zum Nachweis von Verantwortlichkeit und Kausalität bei weitem nicht entsprechen. Bayer verwies auf „die übereinstimmend positiven Einschätzungen internationaler Regulierungsbehörden und die diesen Einschätzungen zugrunde liegenden umfangreichen wissenschaftlichen Nachweise, wonach Glyphosat nicht krebserregend ist“.

          Im Oktober hatte ein amerikanisches Gericht ein Urteil gegen Monsanto bestätigt, in dem Glyphosat für die Krebserkrankung des Klägers Dewayne Johnson verantwortlich gemacht wurde. Die Strafsumme wurde aber von zunächst 289 Millionen Dollar auf 78 Millionen verringert. In dem Fall hatte der ehemals als Platzwart an einer kalifornischen Schule tätige Johnson über Jahre glyphosathaltige Produkte eingesetzt und dem Unternehmen vorgeworfen, deswegen an Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein.

          Glyphosat zählt zu den weltweit am meisten eingesetzten Unkrautvernichtern und wurde vom amerikanischen Saatgutriesen Monsanto entwickelt, den Bayer im Sommer für rund 63 Milliarden Dollar übernommen hat. Bayer sieht sich in den Vereinigten Staaten inzwischen mit mehr als 11.000 Klägern wegen Glyphosat konfrontiert. Wegen der Übernahme und der Klagen steht die Konzernspitze um Vorstandschef Werner Baumann und Aufsichtsratschef Werner Wenning vor der morgigen Hauptversammlung in der Kritik.

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