https://www.faz.net/-gqe-9arzb

Mega-Chemie-Fusion : Bayer kauft Monsanto – in wenigen Tagen offiziell

  • -Aktualisiert am

Monsanto produziert unter anderem Herbizide. Bild: AFP

Noch nie hat ein deutscher Konzern mehr Geld für ein ausländisches Unternehmen ausgegeben als Bayer für Monsanto. Nach Informationen der F.A.S. könnte der Kauf schon in der kommenden Woche perfekt sein.

          Bayer-Chef Werner Baumann kurvt mit seinem Monsanto-Deal in die finale Kurve ein: Noch vier Mal Schlafen, dann ist die Sache perfekt. Am kommenden Donnerstag (7. Juni) wird Bayer den Kauf des amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto nach Informationen der F.A.S. formell abschließen, damit wird das Eigentum an Monsanto offiziell auf Bayer übertragen. Und Werner Baumann kann sich für eine wagemutige Tat rühmen: Noch nie in der Geschichte hat ein deutscher Konzern mehr Geld für den Kauf eines ausländischen Unternehmens ausgegeben.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ob sich die 62,5 Milliarden Dollar für eine so umstrittene Firma wie Monsanto lohnen, muss sich allerdings erst zeigen. Auf Fragen, ob der Preis nicht zu hoch war, hat sich Bayer-Chef Baumann eine launige Antwort zurecht gelegt: „Wir hätten Monsanto auch für weniger Geld genommen.“

          Wenigstens kommt der Deal jetzt endlich zu einem Abschluss. Durch die Genehmigung des amerikanischen Justizministerium war jüngst eine wichtige Hürde für den Kauf genommen worden. Die EU-Kartellbehörden hatten ihre Freigabe bereits im März erteilt, allerdings unter erheblichen Auflagen. Jetzt fehlt einzig noch die Genehmigung aus Mexiko. „Diese Entscheidung wird in Kürze erwartet“, sagte ein Bayer-Sprecher auf Anfrage. Zum Zeitpunkt des offiziellen Closings wollte er sich nicht äußern.

          Weitere Themen

          „Wohnen ist keine normale Ware“ Video-Seite öffnen

          Mieterbund gegen Profitgier : „Wohnen ist keine normale Ware“

          Auf dem Deutschen Mietertag in Köln hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel skeptisch zu einem Mietendeckel geäußert. Mietervertreter fordern aber, ein solches Instrument zu prüfen – und schicken mahnende Worte hinterher.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.