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Chemiekonzern : Bayer investiert fünf Milliarden Euro in Glyphosat-Alternativen

  • Aktualisiert am

Das Bayer-Logo Bild: Reuters

Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer will grüner und transparenter werden und nimmt dafür Milliarden in die Hand. Auf Glyphosat will das Unternehmen aber nicht verzichten.

          Der nach der Übernahme des Glyphosatherstellers Monsanto verstärkt unter Druck geratene Bayer-Konzern hat eine Offensive für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit angekündigt. Außerdem will Bayer in den kommenden zehn Jahren rund fünf Milliarden Euro in „zusätzliche Methoden zur Unkrautbekämpfung“ investieren, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Verbessert werden soll auch die Umweltbilanz: Bis 2030 sollen die Auswirkungen seiner landwirtschaftlichen Produkte auf die Umwelt um 30 Prozent verringert werden.

          Damit will Bayer nach eigenen Angaben seiner „gestiegenen Verantwortung als führendes Unternehmen der Landwirtschaft“ gerecht werden und auf „Bedenken“ nach der Übernahme des amerikanischen Agrarkonzerns Monsanto im vergangenen Jahr eingehen. Die Bayer-Aktien haben seitdem erheblich an Wert verloren – vor allem weil Monsanto im Zentrum einer ganzen Reihe von Gerichtsverfahren in den Vereinigten Staaten steht, in denen die Kläger glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel für ihre Krebserkrankungen verantwortlich machen.

          Bayer verweist stets darauf, dass Produkte auf Glyphosatbasis bei sachgerechter Anwendung sicher seien. Glyphosat werde auch „weiterhin eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft und in der Produktpalette von Bayer spielen“, erklärte der Konzern am Freitag. Zugleich appellierte der Konzern ausdrücklich an „Wissenschaftler, Journalisten und Nichtregierungsorganisationen, die wissenschaftliche Vorbereitung zum Wiederzulassungsverfahren von Glyphosat in der Europäischen Union aktiv zu begleiten“.

          Die Milliardeninvestitionen in zusätzliche Methoden zur Unkrautbekämpfung zielen laut Bayer nun unter anderem darauf ab, „neue Wirkungsweisen zu entdecken und zu entwickeln“. Außerdem würden „Partnerschaften mit Unkrautforschern weltweit vertieft, um dabei zu helfen, kundenspezifische Lösungen für Landwirte auf lokaler Ebene zu entwickeln“, erklärte der Konzern.

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