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Bayer-Chef Dekkers : „Deutsche wagen nichts“

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Marijn Dekkers ist der erste Ausländer an der Bayer-Spitze Bild: dpa

Bayer-Chef Dekkers kritisiert die deutsche Ängstlichkeit: „So geht das nicht. Irgendwann zahlt das Land einen Preis“.

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          Bayer-Chef Marijn Dekkers, in Holland geboren, liest den Deutschen ob ihrer Ängstlichkeit die Leviten. „Die Deutschen sind sehr, sehr konservativ“, sagte der Konzernchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Man will Fortschritt, ohne etwas zu wagen, ohne etwas aufzugehen.“

          Über Jahrzehnten hätten die Deutschen sich den „Luxus gewisser Vorbehalte gegenüber neuen Technologien“ leisten können, dies aber werde sich  irgendwann rächten, warnt der Manager: „Wie gut könnte man leben, wenn man etwas offener gegenüber neuen Technologien wäre?“ Diese Fortschrittsskepsis sei eine deutsche Spezialität, sagte Dekkers der F.A.S.

          Hart kritisiert der Bayer-Chef in dem Interview die Haltung der Deutschen in der Energiepolitik: „Die Leute können nicht sagen: Wir wollen keine Atomkraft, wir wollen aber auch keine Stromtrassen in unserem Hinterhof. Und Fracking wollen wir auch nicht. So geht das nicht. Wenn ein Land so agiert, dann wird es irgendwann einen Preis dafür bezahlen.“

          Der Bayer-Konzern feiert am Dienstag (16.7.) den 150.Geburtstag. Zu dem Festakt hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Kommen zugesagt.

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