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Bayer-Chef Baumann : Wie lange noch?

Bayer-Chef Werner Baumann Bild: EPA

Der Glyphosat-Albtraum nimmt für Bayer kein Ende. Nach dem neuerlichen Rückschlag werden sich viele Eigentümer fragen, wie lange Werner Baumann den Konzern noch leiten sollte.

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          Für den Bayer-Konzern nimmt der Glyphosat-Albtraum kein Ende. Das zähe Ringen mit den Kläger-Anwälten geht nach dem Scheitern eines Lösungsvorschlags vor dem Bezirksgericht in San Francisco weiter, die finanziellen Risiken bleiben unabsehbar. Bayer-Chef Werner Baumann spricht von einer „Sackgasse“.

          Ein neuer Fünf-Punkte-Plan soll nun die Lösung bringen, zudem bleibt die Hoffnung auf die höhere Instanz. Die Frage ist, ob Baumann dafür noch genügend Zeit bleibt. Denn der Druck auf den Treiber der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des umstrittenen Pestizidherstellers Monsanto wächst. Seit dem Kauf hat sich der Wert der Aktie mehr als halbiert, vom Imageschaden ganz zu schweigen. Es geht im Kern nicht um die Frage, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht – hier hat Bayer das Gros der Wissenschaft auf seiner Seite. Sondern darum, ob das Management die Rechtsrisiken falsch eingeschätzt hat.

          2019 haben die Aktionäre Baumann als erstem amtierenden Dax-Chef die Entlastung verweigert. Als Kapitän in rauher See konnte er sich halten und seinen Vertrag sogar bis 2024 verlängern mit der Mission, das Übernahme-Kapitel abzuschließen. Nach dem neuerlichen Rückschlag werden sich viele Eigentümer jedoch die Frage stellen: Wie lange noch, Herr Baumann?

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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