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Bayer-Agrarchef im Interview : „Monsanto folgt jetzt höchsten ethischen Standards“

Liam Condon im Februar 2017 bei der Bayer-Bilanzpressekonferenz in Leverkusen. Bild: Picture-Alliance

Die Monsanto-Übernahme durch Bayer war ein historischer Deal. Im Interview spricht Vorstandsmitglied Liam Condon über den Ballast des Saatgutriesen, die Zukunft der Landwirtschaft und das Schicksal der Bienen.

          7 Min.

          Herr Condon, nun gehört Monsanto zu Bayer. Damit leiten Sie den größten Agrarchemieanbieter der Welt. Wird die böse amerikanische Firma jetzt brav und deutsch?

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Frage ist, wie Bayer mit der Reputation von Monsanto umgeht. Es stimmt, dass Monsanto in Europa keinen guten Ruf hat. Das geht darauf zurück, wie das Unternehmen früher mit dem Thema der grünen Gentechnik umgegangen ist. Weil Europa als Markt nicht so bedeutend für Monsanto war, hat das Unternehmen irgendwann aufgehört, sich hier um die Reputation zu kümmern. Das war sicherlich ein Fehler. So ist ein Vakuum entstanden, das einige Gruppen gut ausgefüllt haben. Wir werden deshalb verstärkt einen offenen gesellschaftlichen Dialog führen, insbesondere mit unseren Kritikern.

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