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Nach Diskriminierungsvorwurf : Hornbach hält an umstrittenem Werbespot fest

  • Aktualisiert am

Ein Screenshot aus dem Spot Bild: Screenshot Youtube

Die Baumarktkette Hornbach erntet massenweise Kritik für einen Werbespot. Doch der Konzern entschuldigt sich nur halbherzig – und hält weiter an dem Spot fest.

          Die Baumarktkette Hornbach hält auch nach weitreichender Kritik weiter an dem umstrittenen Werbespot „So riecht das Frühjahr“ fest. Der Werbespot wird von Kritikern als diskriminierend empfunden. In den kommenden Tagen aber (ab 4.4.) will das Unternehmen im Internet unter hornbach.de/UnsereHaltung auf Fragen zu dem Film eingehen und Position beziehen, „um Missverständnisse und Fehlinterpretationen auszuräumen“, wie Hornbach am Dienstag mitteilte.

          In dem 45 Sekunden langen Film ist zu sehen, wie sich europäisch aussehende Männer nach getaner Gartenarbeit ihre Kleidung ausziehen, die dann in Plastikbeutel luftdicht verpackt wird. Am Ende des Werbespots zieht eine asiatisch aussehende Frau einen solchen Beutel aus einem Automaten, nimmt einen tiefen Luftzug und lächelt verzückt. Es folgt die Einblendung: „So riecht das Frühjahr.“

          Der Werbespot hatte international Kritik ausgelöst, in einer von mehr als 15.000 Menschen unterstützten Online-Petition war sogar von Rassismus die Rede. Der Initiator der Petition, ein in Deutschland lebender Südkoreaner, beklagte zudem, dass die „asiatische Frau“ in dem Werbefilm eine sexistische Phantasie erfülle.

          Hornbach wies den Vorwurf der Diskriminierung zurück. „Es tut uns sehr leid, dass in Teilen der asiatischen Community in Europa und auch in Südost-Asien der Eindruck entstanden ist, die Kampagne sei diskriminierend gemeint. Dafür entschuldigen wir uns“, erklärte Hornbach. Es sei aber unter anderem darum gegangen, Rollenklischees zu verdrehen. Das Unternehmen habe sich mehrfach gegen jede Form von Diskriminierung positioniert. Am Montag hatten sich Verantwortliche des Unternehmens mit drei Kritikerinnen zu einem Gespräch getroffen.

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