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Baukonzerne : ACS übernimmt Mehrheit an Hochtief

  • -Aktualisiert am

Nun in mehrheitlich spanischer Hand: der Essener Baukonzern Hochtief Bild: dpa

Lange wehrte sich Hochtief gegen die feindliche Übernahme, nun hat sich ACS doch die Mehrheit am Essener Baukonzern gesichert. Die hochverschuldeten Spanier verfügen nun über einen Anteil von 50,16 Prozent der Stimmen.

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          Der spanische Bau- und Dienstleistungskonzern ACS ist mit der Übernahme einer Mehrheit an dem Wettbewerber Hochtief am Ziel. So hat das ACS-Management dem Essener Baukonzern mitgeteilt, die Beteiligungsschwelle von 50 Prozent überschritten zu haben und aktuell 50,16 Prozent der Stimmrechte zu halten.

          Etwas mehr als 46 Prozent halten die Spanier direkt und über verschiedene Tochtergesellschaften. Über die 50-Prozent-Hürde schafft es ACS nur dank der von Hochtief gehaltenen eigenen Aktien im Volumen von 4,46 Prozent der Stimmrechte. Sie werden nach einer Entscheidung der Bafin dem neuen Mehrheitsgesellschafter zugerechnet.

          Damit wird der hochverschuldete spanische Baukonzern Hochtief konsolidieren und seine Bilanz mit den deutlich besseren Strukturen der Essener verbessern können. ACS hatte allerdings schon zuvor die Hauptversammlungsmehrheit und konnte bereits seine Vertreter in den Aufsichtsrat schicken.

          Der Vorstand von Deutschlands größtem Baukonzern hatte sich lange gegen die feindliche Übernahme gewehrt, musste den Kampf um die Eigenständigkeit aber im Februar verloren geben. Die Spanier waren mit dem Ziel angetreten, bis zum Sommer eine knappe Mehrheit zu erlangen.

          Bei Hochtief wird die Pflichtmitteilung vom Freitag nicht weiter kommentiert. Man nehme die von dem Großaktionär seit langem angekündigte Aufstockung zur Kenntnis, hieß es lediglich.

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