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Bau : Fertighaus-Hersteller Kampa bereitet Insolvenz vor

  • Aktualisiert am

Die Verluste von Kampa liegen bei 23 bis 24 Millionen Euro Bild: dpa

Der bekannte Fertighaus-Hersteller Kampa steht vor der Pleite. Die Kampa AG habe ihre Zahlungen eingestellt, teilte das Unternehmen aus Minden am Mittwoch mit. Ein Insolvenzantrag sei in Vorbereitung.

          Der bekannte Fertighaus-Hersteller Kampa steht vor der Pleite. Die Kampa AG habe ihre Zahlungen eingestellt, teilte das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Minden am Mittwoch mit. Ein Insolvenzantrag sei in Vorbereitung.

          Kampa hatte seine Verlustprognose für das Jahr 2008 im Februar nochmals ausgeweitet und umfangreiche Kapitalmaßnahmen angekündigt. Die Gesellschaft erwartete damals einen Verlust zwischen 28, 5 und 29,5 Millionen Euro (siehe dazu auch: Kampa-Haus benötigt Kapitalspritze). Die Zahl der Mitarbeiter liegt laut Kampa bei rund 800. Kampa war lange Deutschlands führender Hersteller von Fertighäusern. Seit zwei Jahren kämpft das Unternehmen mit Verlusten.

          Der Finanzinvestor PFH Holding ist Hauptaktionär

          Hauptaktionär des einstigen Familienunternehmens ist der Finanzinvestor PFH Holding. Die Gruppe wollte dem Fertighausbauer mit einer Eigenkapitalspritze in Höhe von zehn Millionen Euro sowie mit einem kurzfristigen Darlehen in Höhe von sieben Millionen Euro aus der Krise helfen, hatte es noch im Januar geheißen.

          Noch im November 2008 hatte Kampa-Vorstandssprecher Markus Schreyögg erklärt, sein Unternehmen sei für die Krise bestens gerüstet. Das Jahr 2009 sollte bei einem Umsatz von 200 Millionen Euro „deutlich positiv“ ausfallen, hatte er damals erklärt.

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