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Batteriezellen : Daimler kauft sich bei Farasis ein

Mitarbeiter von Daimler in Beijing, China Bild: Reuters

Daimler beteiligt sich an dem chinesischen Batteriezellen-Hersteller Farasis Energy. Die Partnerschaft soll die Versorgung mit Batteriezellen sichern.

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          Noch immer sind die Stückzahlen gering, aber wenn die Elektro-Offensive von Mercedes gelingt, soll es an den Batterien nicht scheitern: Daimler hat sich an dem chinesischen Batteriezellen-Hersteller Farasis Energy beteiligt und sichert damit eine strategische Partnerschaft ab. Das teilte Daimler mit, nachdem in der Nacht auf Freitag Farasis in Shanghai an die Börse gegangen ist. Im Zuge dieses Börsengangs habe man 3 Prozent an Farasis übernommen.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Die Partnerschaft zwischen Daimler und Farasis hat schon im vergangenen Jahr begonnen, als vereinbart wurde, dass der chinesische Zell-Hersteller in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt ein Werk für Batteriezellen baut und dort bis zu 2000 neue Arbeitsplätze schafft. Die Fabrik, die ausschließlich für die Belieferung von Mercedes gedacht ist, wurde von vornherein als CO2-neutrale Fabrik konzipiert.

          Mehr als ein reines Finanzengagement

          Die jetzt vereinbarte strategische Partnerschaft biete Mercedes die sichere Belieferung mit Batteriezellen, während Farasis Planungssicherheit für den Kapazitätsaufbau erhalte, heißt es bei Daimler. Der Grundstückskauf für die Fabrik sei vollzogen, mit dem Bau soll in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden. Farasis sei damit ein „festgesetzter Eckpfeiler“ in der bestehenden Riege der Batteriezell-Lieferanten. Die Batterien für seine EQ-Elektromodelle baut Mercedes-Benz selbst und bau dafür ein Produktionsnetzwerk mit Standorten nahe der wichtigen Autofabriken. 

          Die Pläne der Partner gehen weit über die Lieferung von Batteriezellen hinaus: „Künftig werden wir unsere Aktivitäten in Forschung und Entwicklung, Produktion sowie Einkauf in China weiter ausbauen“, kündigt Hubertus Troska an, der im Daimler-Vorstand das China-Geschäft verantwortet.  Kernstück der neuen Partnerschaft sind die Entwicklung und Industrialisierung von hochentwickelten Zellen sowie „ehrgeizige Ziele in der Kostenposition“, wie es in der Mitteilung von Daimler heißt. Dass die Beteiligung an Farasis mehr als ein reines Finanzengagement ist, zeigt sich daran, dass Daimler ein Mitglied in den Farasis-Aufsichtsrat entsenden will, sobald die Behörden dem Geschäft zugestimmt haben. Die Position soll der Entwicklungsvorstand Manfred Schäfer übernehmen. 

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