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Deutscher Chemiekonzern : BASF streicht massiv Stellen in Deutschland

  • Aktualisiert am

Fahnen mit dem BASF-Logo wehen in Ludwigshafen. Bild: EPA

Der Chemiekonzern BASF will weltweit 6000 Stellen abbauen – einen großen Teil davon auch am Hauptsitz in Ludwigshafen. Von Ende 2021 an sollen damit jährlich 300 Millionen Euro eingespart werden.

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          Der Chemiekonzern BASF will bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen abbauen, 3000 davon alleine in Deutschland. Der überwiegende Teil entfalle auf den Standort Ludwigshafen, sagte ein BASF-Sprecher am Donnerstag. Die Jobs sollen im Zuge eines Konzernumbaus bis Ende 2021 wegfallen, teilte der Chemiekonzern mit. Die Verwaltung solle verschlankt, Abläufe und Prozesse vereinfacht werden. BASF will damit 300 Millionen Euro einsparen. Erste Änderungen der neuen Konzernstruktur würden Anfang Januar 2020 in Kraft treten. BASF werde aber weiter Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern für Produktion und Digitalisierung haben, „jedoch abhängig von zukünftigen Wachstumsraten“, hieß es weiter. 

          Schon vergangene Woche hatte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Martin Brudermüllerin einem Interview mit der F.A.Z. angedeutet, dass der Konzern im Zuge seines engen Kostenkorsetts Mitarbeiter gehen lassen muss. „Wir rechnen für die BASF-Gruppe zum Jahresende 2019 mit einem Personalstand, der unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte“, sagte Brudermüller damals.

          Am Donnerstag dann sagte er: „Wir werden uns beim Aufbau der neuen Organisation darauf konzentrieren, konsequent Synergien zu heben, Schnittstellen zu reduzieren und mehr Flexibilität und Kreativität zu ermöglichen“, erklärte Brudermüller. „Wir werden unsere Organisation weiterentwickeln, um effektiver und effizienter zu arbeiten.“

          BASF

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          Insgesamt beschäftigt das Ludwigshafener Unternehmen 122.000 Mitarbeiter. Die Aktie des Dax-Konzern zog am Donnerstagnachmittag leicht an und notierte zwei Prozent fester bei 63,30 Euro.

          Der sich zuspitzende Handelskonflikt zwischen Amerika und China hinterlässt auch bei BASF Spuren. „Wir befinden uns insgesamt in einem schwierigeren Fahrwasser, als wir das im Februar erwartet haben“, hatte Finanzchef Hans-Ulrich Engel kürzlich erklärt. Nach einem Gewinneinbruch 2018 will BASF im laufenden Jahr wieder etwas mehr verdienen. Dabei setzt der Dax-Konzern nach einem zunächst schwachen ersten Halbjahr auf eine Beilegung des Handelsstreits zwischen den beiden größten Volkswirtschaften und eine weltweite konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

          Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) von BASF war im ersten Quartal um ein Viertel auf 1,7 Milliarden Euro eingebrochen. Im November hatte der Vorstand ein Sparprogramm angekündigt, das ab Ende 2021 einen Ergebnisbeitrag von zwei Milliarden Euro bringen soll. Der nun angekündigte Stellenabbau ist Teil dieses Programms.

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