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BASF-Chef im Gespräch : „Kunststoff ist oft die ökologischste Alternative“

Martin Brudermüller, designierter Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns BASF. Bild: dpa

Martin Brudermüller, Chef des weltgrößten Chemiekonzerns BASF, warnt: Wenn wir in Europa nicht aufpassen, kaufen wir Nachhaltigkeitstechnik künftig in China.

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          Herr Brudermüller, die Grünen sind auf dem Weg zur stärksten Partei in Deutschland. Nichts scheint den Menschen derzeit mehr auf den Nägeln zu brennen als der Klimaschutz. Was bedeutet das für die BASF und die Industrie?

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Wir sehen ganz klar einen Wechsel der Prioritäten. Klimaschutz ist zum übergeordneten Thema geworden. Eines, das alle Generationen umtreibt, nicht nur die Jungen.

          Eines, das auch wieder vorübergeht?

          Nein, das glaube ich nicht. Wir werden in Zukunft auf schnelle und unangenehme Weise noch mehr davon erfahren. Allein das Niedrigwasser im Rhein hat die BASF im vergangenen Jahr 250 Millionen Euro gekostet. Das wird nicht jeden Sommer passieren, aber wir werden vermutlich mehr solche Sommer bekommen mit extremem Wetter. Ich halte es deshalb für richtig, dass wir uns Gedanken machen, wie wir das Problem in den Griff bekommen. Ob wir neue Gesetze brauchen oder Initiativen, um das Verhalten zu ändern. All das müssen wir offen diskutieren.

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