https://www.faz.net/-gqe-xr0g

Bankhaus : Büros von Sal. Oppenheim durchsucht

  • Aktualisiert am

Die Zentrale der Privatbank Sal. Oppenheim in Köln Bild: dpa

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag Räume des Bankhauses Sal. Oppenheim durchsucht. Es gehe um Büros in Köln und Frankfurt am Main, sagte ein Oberstaatsanwalt. Ende März hatte die Behörde Verfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen frühere Manager eingeleitet.

          1 Min.

          Die Kölner Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag mit rund 40 Beamten Räume des Bankhauses Sal. Oppenheim durchsucht. Es gehe um Büros in Köln und Frankfurt am Main, sagte Oberstaatsanwalt Günther Feld auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Nähere Angaben wollte er zunächst nicht machen. Ein Sprecher des Geldinstitutes betonte aber, die Ermittlungen richteten sich nicht gegen Kunden oder das Bankhaus selbst, sondern gegen ehemalige Führungsverantwortliche.

          Ende März hatte die Behörde Verfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen frühere Manager des Bankhauses eingeleitet. Die Ermittlungen sollen im Zusammenhang stehen mit Krediten, die möglicherweise ohne ausreichende Prüfung von Sicherheiten vergeben wurden. Medienberichten zufolge geht es um eine mögliche Veruntreuung von Bankvermögen. Mehrere Bankeigentümer sollen von ihrem Geldhaus Darlehen in einer Gesamthöhe 680 Millionen Euro zu teilweise sehr günstigen Konditionen erhalten haben.

          Das mehr als 220 Jahre alte Geldhaus war nach der Pleite des Handelskonzerns Arcandor in eine Schieflage geraten. Die 40 Gesellschafter
          waren nicht mehr in der Lage, das Institut zu stützen. Daher mussten sie die Eigenständigkeit opfern und Sal. Oppenheim für rund eine Milliarde Euro an die Deutsche Bank verkaufen. Die früheren Geschäftsführer traten auf Druck der BaFin ab. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte die Kreditvergabe an einige Gesellschafter als „fragwürdig“ kritisiert und den Bankern
          mit dem Entzug der Banklizenz gedroht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Matilda Gustavsson, Journalistin und Autorin von „Klubben“

          Buch über Akademie-Skandale : Ein Täter – und viele, die lieber wegsahen

          Man kann nur hoffen, dass dieses Buch auf Deutsch erscheint: „Klubben“ ist eine Milieustudie über die Schweigekultur rund um die Skandale an der Schwedischen Akademie, die das Nachdenken über Macht und Sex in der Kulturwelt neu entfacht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.