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Banken : Hypo Real Estate wittert in Deutschland Morgenluft

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Die Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) beobachtet den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt wieder mit Zuversicht. "Wir sind der Ansicht, daß die Talsohle erreicht ist", sagte Vorstandsvorsitzender Georg Funke.

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          Die Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) beobachtet den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt wieder mit Zuversicht. "Wir sind der Ansicht, daß die Talsohle erreicht ist", sagte Vorstandsvorsitzender Georg Funke in der Bilanzpressekonferenz des vor eineinhalb Jahren von der Hypo-Vereinsbank abgespaltenen Finanzierers großer Gewerbeimmobilien. Seit dem vergangenen Jahr sei eine langsame Trendwende zu erkennen. Dies verdeutliche auch das wachsende Interesse ausländischer Investoren.

          Die HRE hat in Deutschland im vergangenen Herbst das Neugeschäft nach einer Pause von zwei Jahren, in der dieses Segment neu geordnet wurde, wiederaufgenommen. Für dieses Jahr strebt die Immobilienbank hierzulande ein Neugeschäft von 1 Milliarde Euro an und von insgesamt 13,5 (Vorjahr 12,3) Milliarden Euro im Konzern. "Wir werden uns weiterhin auf Ballungsräume wie München und Frankfurt konzentrieren, auch wenn dort die Preise noch fallen", sagte Funke. "Aus einigen ostdeutschen Städten und aus der Fläche in vielen Gebieten werden wir uns zurückziehen."

          2004 hat die Hypo Real Estate Holding AG ihre Geschäftsziele erreicht und zum Teil übertroffen, wie der Vorstandschef berichtete. Der Gewinn vor Steuern lag mit 221 (156) Millionen Euro am oberen Ende der vorhergesagten Spanne von 205 bis 225 Millionen Euro. Den Jahresüberschuß verbesserte der Konzern auf 271 (116) Millionen Euro. Bereinigt um einen positiven Steuereffekt aus der Aktivierung von Verlustvorträgen, bleibt ein Plus von 45 Prozent auf 168 Millionen Euro. Der Hauptversammlung am 20. Mai wird erstmals eine Dividende vorgeschlagen: 35 Cent je Aktie. Die Ausschüttungssumme macht 28 Prozent des bereinigten Konzerngewinns aus. "Diese Quote ist sicher nicht das Ende unserer Vorstellungen", sagte Funke. Ziel bleibe auf mittlere Sicht eine Quote von 50 Prozent. Der Kurs der im M-Dax notierten Aktie gab am Dienstag zunächst um 2,2 Prozent auf 32,05 Euro nach. Am ersten Börsentag im Oktober 2003 startete die Notierung mit einem Kurs von 11,25 Euro. Analysten erklärten den Rückgang am Dienstag zum Teil mit Gewinnmitnahmen, zum Teil damit, daß der operative Ertrag im vierten Quartal etwas unter den Erwartungen geblieben sei. Metehan Sen, Analyst von Sal. Oppenheim, kündigte an, den fairen Wert für die Aktie voraussichtlich von 36 auf 38 Euro zu erhöhen. Er lobte besonders den positiven Ausblick.

          Funke bekräftigte die Prognose, daß der Konzerngewinn vor Steuern in diesem Jahr auf 400 bis 425 Millionen Euro steigen soll. Damit würde der Konzern erstmals seine Kapitalkosten von 7,5 bis 8 Prozent verdienen. Bei der Abspaltung von der Hypo-Vereinsbank hatte die HRE das Erreichen dieses Ziels erst für 2007 angekündigt. Auch das Deutschland-Geschäft sei jetzt wieder profitabel, sagte Funke. (him.)

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