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Banken : Bank of America kauft für 35 Milliarden Dollar ein

  • Aktualisiert am

Kauft nach FleetBoston nun auch die Kreditkarten-Firma MBNA: Bank of America Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Die Bank of America will für rund 35 Milliarden Dollar die MBNA Corp kaufen. Die zweitgrößte amerikanische Bank strebt danach, die Marktführer Citigroup und JP Morgan Chase anzugreifen. Rund 6.000 Stellen werden der Übernahme geopfert.

          Die Bank of America will für rund 35 Milliarden Dollar die MBNA Corp kaufen und damit eines der größten Kreditkarten-Unternehmen in den Vereinigten werden. Das gemeinsame Kartengeschäft der beiden Häuser werde ein Volumen von 143 Milliarden Dollar bei 40 Millionen aktiven Konten haben, teilte die zweitgrößte amerikanische Bank am Donnerstag mit. Mit dem Kauf will die Bank of Amerika die Marktführer Citigroup und JP Morgan Chase angreifen.

          Bei dem Geschäft werde MBNA mit 27,50 Dollar je Aktie bewertet. Dies entspricht einem Aufschlag von 30,6 Prozent auf den MBNA-Schlußkurs vom Vortag. Der Kauf solle in Bargeld und Aktien abgewickelt werden. Die Bank of America tauscht 0,5009 eigene Aktien und 4,125 Dollar in bar gegen einen Anteilsschein der Kreditkarten-Firma.

          Die Bank of America hatte im vergangenen Jahr erst FleetBoston Financial für 48 Milliarden Dollar übernommen. MBNA-Aktien stiegen vorbörslich um mehr als 25 Prozent auf 26,50 Dollar.

          Beifall von Analysten - 6.000 Stellen fallen weg

          Der Bank of America zufolge werden im Zuge der Fusion vermutlich 6.000 Stellen wegfallen. Erwartet wird zudem eine Sonderbelastung nach Steuern von 1,25 Milliarden Dollar sowie Einsparungen von 850 Millionen Dollar bis 2007.

          „Ich glaube, das paßt perfekt zusammen“, sagte Ted Parrish vom Henssler Equity Fund, der Aktien von MBNA und der Bank of America hält, zu Reuters. „Es ist ein gutes Geschäft für beide Firmen, und es würde mich wundern, wenn die Aktien von Bank of America heute nachgeben.“

          Dagegen wurde David Hendler, Analyst bei Credit Sights in New York mit Worten des Bedauerns von Bloomberg zitiert. „Dieser Verkauf tut mir in der Seele weh. Das Management von MBNA war leider nicht in der Lage, die Herausforderung zu meistern.“

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