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F.A.Z. exklusiv : Bahn verordnet sich höhere Frauenquote

Noch nicht am Ziel: Der Bahnvorstand um den Vorsitzenden Richard Lutz (2.v.l.) soll noch weiblicher werden. Bild: Deutsche Bahn AG

Bis zum Jahr 2024 soll der Frauenanteil in Führungspositionen auf 30 Prozent steigen. Zudem erhält der Vorstand ein Vetorecht.

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          Die Deutsche Bahn stellt mitten in der Corona-Krise weiter neue Mitarbeiter ein. Bei der Vergabe von Spitzenpositionen setzt sie dabei mehr als bisher auf Frauen – und auf eine Frauenquote. In den nächsten vier Jahren soll der Frauenanteil in Führungspositionen von 20 auf 30 Prozent steigen. Das hat der Konzernvorstand nach Informationen der F.A.Z. jetzt beschlossen. Ziel sei es, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern weiter voranzubringen. Die neue Zielgröße gilt „ab sofort“. Sie bezieht sich auf die rund 4000 leitenden Angestellten des Konzerns in den Geschäftsführungen der 33 Konzerngesellschaften mit Mitbestimmung und in den beiden Führungsebenen darunter.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Bahn-Personalvorstand Martin Seiler nennt die Frauenquote einen „Erfolgsfaktor“. „Wir sind davon überzeugt, dass Vielfalt und Gleichberechtigung die Innovations- und Leistungsfähigkeit der Deutschen Bahn fördern“, sagte Seiler der F.A.Z. in Berlin. Der Beschluss, den Anteil der Frauen in Führungspositionen auf 30 Prozent zu erhöhen, sei ein wichtiger Schritt zur Chancengerechtigkeit. „Wir halten diese Zielsetzung auch deshalb für notwendig, weil wir es uns in Anbetracht unseres Personalbedarfs nicht mehr leisten können, das Potential von 50 Prozent der Bevölkerung zu verschenken.“

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