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Potentiell rechtswidrig : Bahn untersucht auffällige Beraterverträge

Angeblich haben die S-Bahnen in Berlin etwas mit den potenziell rechtswidrigen Beraterverträgen zu tun. Bild: dpa

Die Deutsche Bahn prüft Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Beraterverträgen im Unternehmen. Auch ehemalige Konzernvorstände seien betroffen – dennoch werde „ohne Ansehen der Personen“ aufgeklärt.

          Die Deutsche Bahn hat Ärger wegen Beraterverträgen mit früheren Konzernvorständen. Möglicherweise ist eine größere Zahl von Verträgen abgeschlossen worden, die nicht rechtens sind. Dabei geht es um 20 Verträge, die offenbar ohne Genehmigung des Aufsichtsrats geschlossen wurden, unter anderem mit dem früheren Fernverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg. Das war am Donnerstag aus Aufsichtsratskreisen zu hören.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Dabei soll es angeblich um einen Vertrag zur Beratung der S-Bahn Berlin gehen. Die Deutsche Bahn teilte lediglich mit, es würden „Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Beraterverträgen“ in den zurückliegenden acht Jahren untersucht – darunter seien auch Verträge mit ehemaligen Konzernvorständen.

          Nach ersten belastbaren Hinweisen hätten Vorstand und Aufsichtsrat sofort reagiert, schreibt das Unternehmen. Der Berichtsentwurf einer beauftragten Rechtsanwaltskanzlei werde derzeit abschließend geprüft. „Für Schlussfolgerungen jeder Art ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh.“

          Abfindungen werden überprüft

          Der Bahn-Aufsichtsrat will auf Drängen der Vertreter der Politik in der kommenden Woche in einer Sondersitzung über den Sachverhalt beraten und „ohne Ansehen der Personen aufklären“, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Odenwald in Berlin sagte.

          Auch der Bundesrechnungshof prüft dem Vernehmen nach die Praxis solcher Beraterverträge sowie von vergangenen Abfindungen. Dabei geht es auch um die Millionen-Abfindung für den früheren Bahnchef Rüdiger Grube. Auch Homburg hat 2015 eine Millionen-Abfindung erhalten.

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