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Filmindustrie : Disney demonstriert seine Macht

Universallösung Superheldenfilm: Mit dem Erfolg von „Avengers: Endgame“ demonstriert Disney seine Macht – und liefert den Beweis, dass Kinobesucher auch im Netflix-Zeitalter eine relevante Größe sind. Bild: AP

Wenn die eigenen Ideen nichts mehr taugen, muss man Nachschub von außen holen. Disney macht das aktuell vor. Und die Lösung scheint aufzugehen: Die „Avengers“ dominieren jetzt das Kino.

          6 Min.

          Superhelden bringen Superergebnisse. Das ist seit Jahren eine recht verlässliche Gesetzmäßigkeit in der Filmindustrie. Aber was kommt heraus, wenn sich in einem einzigen Film eine ganze Truppe der berühmtesten Superhelden versammelt, von Iron Man über Thor und Hulk bis zu Captain America? Und dann noch für eine Produktion, die als krönender Abschluss einer längeren Filmserie vermarktet wird? Schon vor dem Kinostart deutete alles darauf hin, dass „Avengers: Endgame“ ein riesiger Erfolg wird. Nun aber setzt der Film sogar ganz neue Maßstäbe. Am vergangenen Startwochenende spielte er auf der ganzen Welt 1,2 Milliarden Dollar ein, so viel hat kein anderer Titel in der Kinogeschichte auch nur annähernd geschafft. Nach etwas mehr als einer Woche liegt er nun schon bei mehr als 1,8 Milliarden Dollar.

          Es gibt überhaupt nur vier Filme, die über ihre ganze Laufzeit hinweg mehr Geld eingebracht haben. Allein in den Vereinigten Staaten entfielen am ersten Wochenende neun von zehn Dollar, die insgesamt an den Kinokassen ausgegeben wurden, auf die neue „Avengers“- Episode. Viele Kinos ließen den drei Stunden langen und von guten Kritiken begleiteten Film rund um die Uhr laufen, selbst Vorstellungen mitten in der Nacht waren ausverkauft.

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