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Tarifbindung : Metallbranche ringt um rote Linien

PWO-Werk in Oberkirch: Der Automobilzulieferer ist gegen die Tarifbundung. Bild: PWO

Der Autozulieferer PWO hat den Arbeitgeberverband verlassen und ist nach massivem Protest wieder eingetreten. Jetzt will der Chef eine Grundsatzdiskussion.

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          Das 100-Jahr-Jubiläum war gerade mit einem großen Fest gefeiert worden, da versetzte der Autozulieferer PWO seine Belegschaft in Angst und Schrecken – mit der Ankündigung, den Arbeitgeberverband Südwestmetall zu verlassen. Ende September war das. Kurz vor Weihnachten dann schien der Spuk schon vorbei: PWO meldete, man werde Südwestmetall doch nicht verlassen, die IG Metall habe sich gesprächsbereit gezeigt.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Vom 20. Januar an werde man über einen Haustarifvertrag verhandeln, kündigte PWO-Chef Volker Simon im Gespräch mit der F.A.Z. an, noch im Februar erwarte man Ergebnisse, spätestens aber im März. Simon hätte gern die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, daraus macht er keinen Hehl, aber natürlich hat ihm die IG Metall signalisiert, dass das eine rote Linie ist.

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