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Auch wegen Einmaleffekt : Continental macht in drei Monaten zwei Milliarden Euro Verlust

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Der Autozulieferer Conti ist in der Krise: Hier testet das Unternehmen in Hannover einen fahrerlosen, elektrisch angetriebenen Kleinbus. Bild: dpa

Der Autozulieferer Continental leidet unter dem schwächeren Automarkt. Ein Einmaleffekt drückt das Unternehmen in die roten Zahlen. Stellenstreichungen sind nicht ausgeschlossen.

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          Die schwächer werdende Autokonjunktur und eine hohe Abschreibung haben den zweitgrößten Zulieferer der Welt Continental im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gedrückt. Unterm Strich verbuchte der Konzern einen Verlust von fast zwei Milliarden Euro.

          Wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte, lag dies zwar zum Großteil am „Einmaleffekt“ verringerter Unternehmenswerte aus früheren Übernahmen sowie Kosten für ein Umbauprogramm. Diese Faktoren waren schon vor einigen Wochen bekanntgeworden. Aber auch im laufenden Geschäft sank das bereinigte operative Ergebnis zwischen Juli und September deutlich um ein Fünftel auf noch knapp 615 Millionen Euro.

          Angesichts der schwierigen Lage der Autoindustrie sprach Conti-Chef Elmar Degenhart von einer vergleichsweise soliden Entwicklung – „trotz des weiterhin rückläufigen Marktumfeldes“. Die Anzeichen deuten allerdings auf eine schwierige Zukunft hin: „In den kommenden fünf Jahren rechnen wir ähnlich wie andere Marktteilnehmer nicht damit, dass sich die weltweite Produktion wesentlich beleben wird“, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Im dritten Jahresviertel 2019 nahm sie bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 3 Prozent ab.

          Kündigungen nicht auszuschließen

          Der Autozulieferer und Reifenhersteller aus Niedersachsen konnte seinen Umsatz zuletzt zwar insgesamt leicht um 3 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro steigern – aber nur, wenn man den Effekt von Zukäufen und Wechselkursveränderungen mit einrechnet. Aus eigener Kraft gingen Contis Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent zurück.

          „Die aktuelle Situation verlangt von uns, unsere Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu erhöhen“, sagte Degenhart. Das kürzlich gestartete Programm „Transformation 2019-2029“ baut den Konzern um – weg von Hydraulik und Verbrenner-Technik, hin zu mehr Elektronik, Software und Komponenten für die Elektromobilität. Die Mitarbeiter sollen qualifiziert werden, es dürfte aber auch Stellenstreichungen geben.

          Bis 2023 könnte die Neuausrichtung im Unternehmen 15.000 Arbeitsplätze betreffen, 5000 davon in Deutschland. Degenhart hatte gesagt, dass Kündigungen nicht auszuschließen seien – jedoch nur als „allerletztes Mittel“. Zugleich entstehen neue Jobs. Ende September beschäftigte Continental in aller Welt mehr als 242 000 Menschen.

          Der Wandel in der Autoindustrie schlug sich bereits in einer enormen Wertminderung nieder: Im Oktober musste Conti 2,5 Milliarden Euro an Abschreibungen in die Bücher nehmen, weil übernommene Unternehmensanteile aus der Zeit vor 2008 nicht so hoch bewertet werden können wie zuerst angenommen. In diesem Klima mag der Vorstand auch die Antriebssparte nicht auf herkömmliche Art an die Börse bringen, der erzielbare Preis ist zu unsicher. Bei der Ausgliederung sollen die eigenen Aktionäre die Papiere des Vitesco genannten Unternehmens ins Depot bekommen.

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