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Autozulieferer : Conti stellt Reifenproduktion in Hannover ein

  • Aktualisiert am

Kahlschlag in der Reifenproduktion Bild: AP

Der Automobilhersteller Continental plant harte Einschnitte in seiner Reifenproduktion. Schon zum Jahresende soll die Fertigung von Nutzfahrzeugreifen am Standort Hannover eingestellt werden. Rund 780 Beschäftigte sind betroffen.

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          Der Automobilhersteller Continental plant harte Einschnitte in seiner Reifenproduktion. Schon zum Jahresende soll die Fertigung von Nutzfahrzeugreifen am Standort Hannover eingestellt werden. das teilte der Konzern am Mittwoch mit. Am Standort seien rund 780 Beschäftigte betroffen. In Hannover wurden bislang 1,4 Millionen Nutzfahrzeugreifen im Jahr produziert.

          Auch an ausländischen Standorten wird die Produktion gedrosselt: In Frankreich werde über die Schließung der Pkw-Reifenproduktion per Ende März 2010 verhandelt. Dort geht es am Standort Clairoix um 1120 Mitarbeiter. Darüber hinaus wird die Produktion in Puchov in der Slowakei um 20 Prozent zurückgefahren.

          Massiver Nachfrageeinbruch

          Conti reagiert damit eigenen Angaben zufolge auf den Einbruch der Nachfrage nach Lkw- und Pkw-Reifen. Durch die Entscheidung liefen 2009 insgesamt Überkapazitäten von rund 15 Millionen Pkw-Reifen und 1,7 Millionen Nutzfahrzeugreifen aus.

          „Wir haben verschiedene Optionen geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Reifen-Divisionen nur durch die Schließung der beiden Werke mit den höchsten Kosten zu halten ist“, sagte der zuständige Continental-Vorstand Hans-Joachim Nikolin. Er kündigte an, mit den Arbeitnehmervertretern der Standorte die nächsten Schritte zu besprechen. „Selbstverständlich werden wir alles tun, um die betroffenen Beschäftigten umfassend zu unterstützen“, sagte der Manager.

          Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) kritisierte die Schließungspläne für Hannover scharf und forderte eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung. Das Vorhaben sei in jeder Hinsicht verfehlt, sagte IG-BCE-Chef Hubertus Schmoldt.

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