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Autoteile-Händler Autodoc : Das Wachstumswunder aus Berlin

Autodoc-Gründer Alexej Erdle (rechts) mit Neuzugang Christian Gisy in der Zentrale am Kurfürstendamm Bild: Andreas Pein

Von null auf zehn Milliarden Euro ohne fremde Hilfe: Das klingt unglaublich. Aber drei Spätaussiedler aus Sibirien haben es mit einem Autoteile-Handel nach ganz oben geschafft.

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          Die üblichen Tech-Erfolgsgeschichten in Deutschland gehen so: Jungs aus gutem Hause machen Abi, besuchen Privat-Unis wie die WHU in Vallendar oder die European Business School in Oestrich-Winkel, bauen auf dem guten Kontaktnetz auf, bekommen Geld von den immer wieder gleichen Wachstumsfinanzierern und schaffen es irgendwann an die Börse und sind reich.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Geschichte von Alexej Erdle geht anders. Er ist Wolgadeutscher. Kommt 1993 aus Sibirien als Spätaussiedler mit seinen Eltern nach Berlin. Er besucht noch zwei Jahre die Grundschule, dann ein Gymnasium, geht nach der zehnten Klasse ab und wird Kfz-Mechaniker. Über seinen Bruder lernt er Vitalij Kungel und Max Wegner kennen. Auch beides Wolgadeutsche, die als Kinder aus Sibirien nach Berlin kamen. Sie haben die Idee, Autoteile übers Internet zu verkaufen. 60 Euro sollten sie für eine neue Autolampe im örtlichen Fachhandel zahlen. Im Internet hatten sie eine für fünf Euro entdeckt.

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