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Automobilindustrie : Volkswagen zerschlägt MAN

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MAN: Die Marke bleibt, das Unternehmen verschwindet. Bild: ddp

Bis vor drei Jahren war MAN noch ein Dax-Konzern. Nach Informationen der F.A.Z. wird vom traditionsreichen Konzern künftig nur noch eine rechtliche Hülle bleiben.

          Der dominierende  Mehrheitseigentümer Volkswagen wird nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Dienstagsausgabe) die Geschäfte aufteilen.  Die Lastwagen- und Bussparte wird in die vom VW-Konzern gegründete Holding Truck & Bus GmbH eingebracht. Dazu gehören auch die Aktivitäten in Südamerika mit der MAN Latin America. Das Dieselmotoren-Geschäft sowie der Getriebehersteller Renk finden eine neue Heimat unter dem Dach des VW-Konzerns. Den rund 300 Mitarbeitern der Holding MAN SE wird in den nächsten drei Monaten ein neuer Arbeitsvertrag für eine Tätigkeit in der Volkswagen-Gruppe unterbreitet.

          Andreas Renschler, seit Februar als VW-Konzernvorstand verantwortlich für die Lastwagen-Aktivitäten, hat am Montag auf einer Belegschaftsversammlung am Hauptsitz in München die Mitarbeiter über die Pläne aus Wolfsburg unterrichtet. Er hat die Aufgabe, eine neue schlagkräftige Nutzfahrzeug-Gruppe, zu der auch die schwedische Scania gehört, zu schmieden.

          Der F.A.Z. bestätigte eine Unternehmenssprecherin nur: „Im Rahmen der Neuorganisation des Nutzfahrzeug-Geschäftes werden auch die Funktionen der MAN SE überprüft.“

          Die vor 257 Jahren gegründete MAN, die vor drei Jahren noch im Börsenoberhaus Dax notiert gewesen ist, bleibt eine rechtliche Einheit und eine börsennotierte Gesellschaft, ohne aber nennenswerte operative Aufgaben zu übernehmen. Noch immer sind knapp 25 Prozent der Aktien im Streubesitz. Doch hat der größte europäische Autokonzern alle Freiheiten in seiner Gestaltung, weil  mit MAN vor zwei Jahren ein Beherrschungsvertrag  abgeschlossen worden ist.

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