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Automobilindustrie : Opel beantragt Kurzarbeit

Schichtende im Werk Rüsselsheim (Archivbild) Bild: Jonas Wresch

Der Rückzug aus Russland zieht auch die Opel-Werke im deutschen Heimatmarkt in Mitleidenschaft. In den Werken Eisenach und Rüsselsheim führt Opel Kurzarbeit ein.

          Der Autohersteller Opel führt in seinen zwei Werken Eisenach und Rüsselsheim Kurzarbeit ein. Als Grund wird der Rückzug des Unternehmens aus dem weitgehend zusammengebrochenen russischen Automarkt und die – jedenfalls über alle Länder Europas hinweg – nach wie vor nur verhaltene Aufwärtsbewegung in andern Märkten genannt. Wie es in einer Mitteilung von Opel heißt, werden bis zum Ende dieses Jahres voraussichtlich rund 25 beziehungsweise 15 Tage Kurzarbeit für Eisenach und Rüsselsheim beantragt. Mit diesem Schritt sollen die Lagerbestände und die damit verbundenen Kosten minimiert werden.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          Opel hatte für das Geschäftsjahr 2015 ursprünglich den Verkauf von mehr als 80.000 Fahrzeugen in Russland geplant. Das Unternehmen kann dieses Volumen nur zum Teil über Absatzzuwächse in anderen Märkten kompensieren.

          Ungeachtet dieser Entscheidung ist Opel aber zuversichtlich, auch dieses Jahr seinen Wachstumstrend der vergangenen zwei Jahre fortsetzen zu können. Im vergangenen Jahr verkaufte Opel mit seiner britischen Schwestermarke Vauxhall 1,076 Millionen Fahrzeuge. Von Januar bis Juni dieses Jahres verkaufte das Unternehmen mit 582 300 Fahrzeugen 3 Prozent oder rund 18 400 Einheiten mehr als in der Vorjahresperiode.

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