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Automobile : Zeitung: Ford schließt mehrere Werke

  • Aktualisiert am

William Clay Ford Junior muß sparen Bild: picture-alliance / dpa

In der Automobilindustrie läuft es nicht rund. Nach General Motors, die den Abbau von 30.000 Stellen angekündigt hatte, gibt es nun Berichte, daß Ford die Schließung von Werken plant und auch Luxusmarken wie Jaguar auf dem Prüfstand stünden.

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          Einige Wochen, nachdem General Motors den Abbau von 30.000 Stellen im nächsten Jahr angekündigt hat, sickern nach und nach auch bei Wettbewerber Ford Motor Co, Dearborn, entsprechende Vorhaben durch.

          Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ (WSJ) vom Freitag sind drei Montagewerke und ein Werk für Motorenteile von der Schließung bedroht. Das sehe gegenwärtig ein Plan unter dem Titel „Way Forward“ vor, sagten zwei damit vertraute Personen der Zeitung. Allerdings wird an dem Plan noch gearbeitet. Ford will ihn nach bisherigen Informationen im Januar vorlegen.

          Rund 7.500 Stellen in Amerika gefährdet

          Wahrscheinlich werde der zweitgrößte Fahrzeughersteller der Vereinigten Staaten seine Montagewerke in St. Louis, Atlanta, und in St. Paul, Minnesota, schließen, heißt es in dem Bericht. Auch die Lkw-Montage im mexikanischen Cuautitlan dürfte aufgegeben werden, ebenso die Motorenteile-Fertigung in Windsor, Ontario. Insgesamt sind in diesen Fabriken 7.500 Mitarbeiter beschäftigt, rund 6 Prozent der Belegschaft von Ford, schreibt das WSJ. Ein Ford-Sprecher wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

          Wie immer der Plan am Ende ausfällt - Ford muß nach Einschätzung der Zeitung mit erheblichem Widerstand seitens der Gewerkschaften rechnen. Denn die bisher gültigen Tarifverträge sehen vor, daß Ford seine Mitarbeiter auch im Falle einer Werksschließung weiter bezahlen muß, wenn sie nicht in den Ruhestand wechseln.

          Luxusmarken auf dem Prüfstand

          Nach dem Zeitungsbericht enthält der von William Clay Ford Jr. vorangetriebene Plan „Way Forward“ mehr als nur Schließungen. Auch das Marketing und die Luxusmarken wie Jaguar stehen auf dem Prüfstand. Details des Plans werden laut WSJ wahrscheinlich auf der Board-Sitzung des Konzerns am nächsten Mittwoch und Donnerstag diskutiert.

          Der Plan „Way Forward“, so erinnert die Zeitung, kommt weniger als vier Jahre, nachdem Ford schon einmal versucht hat, die Entwicklung im Kerngeschäft umzukehren. Die 2002 aufgestellten Ziele einer Auslastung von 100 Prozent sowie eines Vorsteuergewinns von sieben Milliarden Dollar bis zur Mitte des Jahrzehnts seien längst aufgegeben worden. In den ersten neun Monaten 2005 hat der Konzern mit seinen Automobilaktivitäten 1,69 Milliarden Dollar verloren.

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