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Automobile : Verdacht auf Insiderhandel beim VW-Einstieg von Porsche

  • Aktualisiert am

Unter Insiderverdacht: Porsche-Investoren Bild: dpa

Die Bafin hat wegen des Verdachts auf Insiderhandel beim VW-Einstieg von Porsche Anzeige erstattet. Betroffen ist anscheinend eine Asset-Management-Gesellschaft, die im Jahr 2005 kurz vor dem Kurssturz an zwei Tagen insgesamt 21.759 Porsche-Aktien verkauft haben soll.

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          Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-aufsicht (Bafin) hat wegen des Verdachts auf Insiderhandel beim VW-Einstieg von Porsche Anzeige erstattet. Dies bestätigte eine Bafin-Sprecherin am Montag in Bonn. Die Anzeige werde nun von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main geprüft.

          Bei dem nach umfassenden Ermittlungen festgestellten Verdacht geht es um Insiderwissen zu der im September 2005 angekündigten 20-Prozent-Beteilung von Porsche an Volkswagen. Porsche-Aktien verloren nach der damaligen Börsenpflichtmitteilung von Porsche über den Einstieg bei VW gut elf Prozent.

          Porsche-Aktien zwei Tage vor Kurssturz verkauft

          Eine Frankfurter Asset-Management-Gesellschaft soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt kurz vor dem Kurssturz an zwei Tagen insgesamt 21.759 Porsche-Aktien verkauft haben, berichtete die „Wirtschaftswoche“. Bafin-Ermittler hätten Verbindungen gefunden, die darauf schließen ließen, daß die Geldverwalter über den Porsche-Einstieg informiert worden seien.

          Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll es enge und vielfältige Querverbindungen zwischen dem Geldverwalter und der VW-Führung geben, wie das Blatt weiter berichtete. Die Geldverwalter seien Teil eines ausländischen Finanzkonzerns, dessen Investmentbanker VW beraten hätten.

          „Insider haben im Vorfeld Porsche-Aktien verkauft. Wir haben den Fall bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig angezeigt“, zitierte das Blatt Bafin-Sprecherin Sabine Reimer. Der Braunschweiger Staatsanwalt Joachim Geyer sagte auf Anfrage, seine Behörde habe den Fall nach Frankfurt weitergeleitet. Tatort sei Frankfurt gewesen. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

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