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Automobile : Reithofer wird neuer BMW-Chef

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Bald schon Vorstandsvorsitzender Bild: AP

BMW-Produktionschef Norbert Reithofer wird bereits zum 1. September neuer Vorstandsvorsitzender des Autokonzerns. Der BMW-Aufsichtsrat ernannte den 50jährigen am Donnerstag zum Nachfolger von Vorstandschef Helmut Panke.

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          Norbert Reithofer wird bereits am 1. September neuer Chef des Autobauers BMW. Der 50jährige Produktionsvorstand wurde vom BMW-Aufsichtsrat am Donnerstag zum Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Helmut Panke (59) ernannt. „Mit dieser Entscheidung hat der Aufsichtsrat die Weichen für eine langfristige Führung des Unternehmens gestellt“, sagte Aufsichtsratschef Joachim Milberg. Im Zuge des Führungswechsels wird der Vorstand des Unternehmens umgebaut und verjüngt.

          Pankes Vertrag wäre eigentlich noch bis zum Frühjahr 2007 gelaufen. Mit dem vorzeitigen Wechsel an der Spitze will BMW eine Zeit des Stillstands vermeiden. Reithofer soll den Konzern auf der Erfolgsspur halten. BMW will den Gewinn vor Steuern in diesem Jahr von 3,3 auf den Rekordwert von 4 Milliarden Euro steigern.

          20 Jahre BMW

          Reithofer arbeitet seit fast 20 Jahren bei BMW. Bevor er im Jahr 2000 in den Vorstand rückte, leitete er unter anderem die Werke in Rosslyn (Südafrika) und Spartanburg (Vereinigte Staaten). In der Branche ist er ein hoch angesehener Produktionsexperte. BMW habe auch dank Reithofer die produktivsten Autowerke in Europa, sagte Bayerns IG-Metall-Chef und BMW-Aufsichtsrat Werner Neugebauer. Die Gewerkschaft begrüßte die Ernennung Reithofers. „Das ist die Gewähr, daß die Erfolgsgeschichte von BMW weiter geht.“

          Nachfolger Reithofers als Produktionsvorstand wird Frank-Peter Arndt. Der 50jährige ist derzeit Leiter des Werks in Dingolfing. Zudem wird Entwicklungsvorstand Burkhard Göschel (60) seinen Posten am 1. November an Klaus Draeger übergeben. Der 49jährige verantwortet derzeit die Entwicklung der 5er- und der 7er-Reihe.

          Der frühere Finanzvorstand Panke steht seit 2002 an der Spitze des weiß-blauen Autobauers. Unter seiner Führung baute das Unternehmen den Absatz stark aus und erweiterte die Modellpalette. „Für seine erfolgreiche Arbeit in unserem Unternehmen sprechen der Aufsichtsrat und das gesamte Unternehmen Herrn Dr. Panke großen Dank und höchste Anerkennung aus“, sagte Milberg. Panke hatte auf eine Verlängerung seines Vertrages gehofft. Allerdings wollte der Aufsichtsrat keine Ausnahme von der internen Altersgrenze von 60 Jahren für Führungskräfte machen. Panke wird am 31. August 60 Jahre alt, einen Tag später übergibt er nun das Steuer an Reithofer.

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