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Automobile : Maybach-Kunden wollen eigenes Holz

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Wirklich schön nur mit dem Familienwappen im Leder Bild: dpa

Daimler-Chrysler hat bei der Luxuslimousine Maybach das Bedürfnis nach individueller Ausstattung unterschätzt: das Familienwappen in der Lederausstattung oder Holzarbeiten mit Material aus dem eigenen Anbau.

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          Der Autohersteller hat bei der Luxuslimousine Maybach das Bedürfnis seiner Kunden nach individueller Ausstattung offensichtlich unterschätzt.

          Obwohl die Kombination der serienmäßig angebotenen Ausstattungsmerkmale bereits Hunderttausende von Varianten ergebe, äußern die Kunden oft Sonderwünsche, fragten nach der Einarbeitung von Familienwappen in die Lederausstattung oder nach der Verarbeitung besonderer Hölzer, etwa aus dem eigenen Anbau, heißt es bei Daimler-Chrysler.

          Dadurch sei die Durchlaufzeit der entstehenden Fahrzeuge durch die Manufaktur oft deutlich höher als die durchschnittlich geplanten vier bis sechs Wochen, erklärt ein Sprecher des Fahrzeugherstellers.

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          Ein Zehntel bleibt in Deutschland

          Während bei Verkaufsstart im Sommer 2002 von 1.000 Fahrzeugen jährlich die Rede war, sind es nun deutlich weniger. Im vergangenen Jahr, so heißt es im Geschäftsbericht, seien 600 Fahrzeuge ausgeliefert worden. Für dieses Jahr rechnet Jürgen Hubbert, im Daimler-Chrysler-Vorstand zuständig für die Mercedes Car Group, mit einer Produktion von 800 Maybachs. Die Nachfrage sei aber ungebrochen, wird betont. Etwa ein Zehntel der Luxuswagen werden in Deutschland abgesetzt, Hauptabsatzmarkt (mit beinahe 50 Prozent Anteil am Absatz) ist aber Nordamerika.

          Das derzeitige Auftragspolster ist so groß, daß Maybach-Kunden im Durchschnitt ein halbes Jahr auf ihr neues Auto warten müssen. In der Regel geben sie dann deutlich mehr Geld aus als Daimler-Chrysler erwartet hatte. Mehr als ein Drittel der Kunden entscheidet sich für den langen Maybach 62 mit einem Grundpreis von 425.000 Euro (einschließlich Mehrwertsteuer). Rund 80 Prozent der Kunden zahlen zusätzlich 34.200 Euro für eine Trennwand, die den Fond vom Chauffeur abschirmt, und weitere 16.800 Euro für ein elektromagnetisch gesteuertes Panorama-Glasdach, so daß der Gesamtpreis dann bei 476.000 Euro liegt.

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