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Automobile : Bosch bremst Mercedes-Diesel

  • Aktualisiert am

Die neue M-Klasse, hier auf der Detroit Auto Show, soll die Wende bringen Bild: dpa/dpaweb

Die Verkaufszahlen der Daimler-Chrysler-Nobelmarke Mercedes-Benz sind im Januar eingebrochen. Für das Minus von 12,1 Prozent sollen unter anderem die Probleme mit Diesel-Einspritzpumpen von Bosch verantwortlich sein.

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          Die Verkaufszahlen der Daimler-Chrysler-Nobelmarke Mercedes-Benz sind im Januar deutlich zurückgegangen. Der deutsch-amerikanische Autokonzern machte dafür unter anderem die Probleme mit Diesel-Einspritzpumpen von Bosch verantwortlich.

          Der weltweite Absatz von Mercedes-Benz ging im Wintermonat Januar um 12,1 Prozent auf 61.300 Einheiten zurück, wie Daimler-Chrysler am Freitag in Stuttgart mitteilte. Die Mercedes Car Group, zu der auch der Kleinstwagen Smart und Maybach gehören, büßte 6,4 Prozent auf 71.900 Einheiten ein. Allein in Deutschland gingen die Verkaufszahlen der Markengruppe um 15,8 Prozent auf 16.000 Fahrzeuge zurück. Mit dem Kleinstwagen Smart erzielte das Unternehmen dank des Viersitzers „forfour“ weltweit ein Plus von 50,6 Prozent auf 10.600 Fahrzeuge.

          Absatzplus in Amerika erwartet

          Auf die Absatzzahlen von Mercedes habe sich die verzögerte Auslieferung von Fahrzeugen mit Dieselmotoren ausgewirkt, begründete Daimler-Chrysler den Absatzrückgang. Der Zulieferer Robert Bosch hatte fehlerhafte Dieseleinspritzpumpen geliefert und dadurch mehrere Autobauer in Bedrängnis gebracht. Bei Mercedes-Benz wurde die Produktion mehrere Tage angehalten. Außerdem stünden eine Reihe von Modellwechseln an, erklärte der Konzern. Daimler-Chrysler rechne in den kommenden Monaten mit Impulsen etwa durch den Verkauf der neuen Mercedes-M-Klasse, die kurz vor dem Marktstart steht.

          Vor allem auf dem wichtigen amerikanischen Absatzmarkt erwartet das Unternehmen ein Absatzplus, wenn die neue M-Klasse im Frühjahr dort erhältlich ist. Im Januar seien in den Vereinigten Staaten im Vergleich zum Vorjahresmonat wegen des bevorstehenden Modellwechsels 12.000 weniger M-Klasse-Modelle verkauft worden.

          Minus 18 Prozent auf dem Heimatmarkt

          Positiv bewertete Daimler-Chrysler den weltweiten Absatz der Mercedes-A-Klasse. Der Kleinwagen habe mit 10.800 Auslieferungen im Januar um rund 13 Prozent über dem Absatz von vor einem Jahr gelegen.

          Während der Absatz von Mercedes-Benz auf dem einheimischen deutschen Markt um 18 Prozent auf 14.300 Einheiten einbrach, erreichte die Marke in Frankreich mit 2400 Fahrzeugen fast das Vorjahresniveau. In Spanien stieg der Absatz um fünf Prozent, in Belgien um 11 Prozent, in den Niederlanden sogar um 23 Prozent.

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