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Automobil : Clement glaubt an Erhalt aller deutschen Opel-Standorte

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Geht optimistisch in neue Opel-Gespräche: Minister Clement Bild: AP

Bundeswirtschaftsminister Clement ist optimistisch, daß alle Opel-Standorte in Deutschland erhalten bleiben werden. Am kommenden Montag beginnen weitere Gespräche zur Sanierung des Mutterkonzerns General Motors.

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          Kurz vor neuen Gesprächen über die Sanierung von Opel hat sich Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) für den Erhalt aller deutschen Standorte des verlustreichen Autobauers ausgesprochen. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) und er hätten bei einem Treffen mit Spitzenmanagern der amerikanischen Konzernmutter General Motors (GM) vor Weihnachten in Frankfurt/Main klar gemacht, alles für den Erhalt der Standorte tun zu wollen, sagte Clement der „Berliner Zeitung“.

          „Es wird nicht leicht, aber ich meine, daß wir es schaffen können", sagte er. GM-Chef Rick Wagoner, der an dem Treffen in Frankfurt teilgenommen habe, wisse „sehr wohl einzuschätzen, was hier zu Lande zugunsten des Produktionsstandortes in Bewegung gesetzt worden ist".

          Zugeständnisse bei Arbeitszeit und Lohnkosten?

          Bei dem Rüsselsheimer Autobauer sollen in den kommenden zwei Jahren etwa 9500 der rund 32.000 Arbeitsplätze wegfallen. Am Montag sollen weitere Gespräche über die geplanten Sparmaßnahmen stattfinden. Der Betriebsrat hat signalisiert, daß er zu Zugeständnissen bei Arbeitszeit und Lohnkosten bereit sei, wenn etwa das Stammwerk Rüsselsheim den Zuschlag für die neue Mittelkasse des Konzerns bekommt. GM will die nächste Generation der Mittelklassewagen Opel Vectra und Saab 9-3 ab 2008 in nur noch einem europäischen Werk bauen lassen und prüft dazu die Tauglichkeit der Standorte Rüsselsheim sowie Trollhättan in Schweden.

          Der Betriebsratschef des Opel-Werks Bochum nannte am Samstag erste Details zum Abfindungsverfahren: Opel wolle nur jenen Mitarbeitern eine Abfindung zahlen, die noch in diesem Jahr ausschieden, sagte der Bochumer-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ). Geld bewillige Opel derzeit nur für 300 Beschäftigte, die zum 1. Juni gehen könnten und für 600 weitere, die Opel zum 1. September verließen. Die Personalleitung habe erklärt, daß es für Mitarbeiter, die in den Jahren 2006 und 2007 gehen wollten, kein Geld gebe.

          Ein Opel-Sprecher sagte dazu, es gebe ein Abfindungsangebot auf freiwilliger Basis, das auf dieses Jahr befristet sei. Ihm lägen aber keine Details zu der Zahl der für das Angebot in Frage kommenden Mitarbeiter vor. Eine weitere Stellungnahme wollte der Sprecher nicht abgeben.

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