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Ehemaliger Nissan-Chef : Automanager Ghosn kommt erneut auf Kaution frei

  • Aktualisiert am

Carlos Ghosn in Tokio auf einer Aufnahme von Anfang April Bild: AP

Für vier Millionen Euro kommt er aus U-Haft wieder auf freien Fuß: Das japanische Justizdrama um Carlos Ghosn geht weiter. Ein Prozesstermin ist noch nicht in Sicht.

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          Der in Japan angeklagte ehemalige Chef von Nissan und Renault, Carlos Ghosn, kann erneut aus der Untersuchungshaft. Ein Gericht in Tokio gewährte dem 65 Jahre alten Manager am Donnerstag die Freilassung auf Kaution. Die Höhe der Kaution betrage 500 Millionen Yen (rund vier Millionen Euro), teilte das Gericht mit. Die Staatsanwaltschaft kann die Gerichtsentscheidung anfechten.

          Es wäre das zweite Mal, dass Ghosn aus der Untersuchungshaft kommt. Im November vergangenen Jahres war er in Tokio wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen erstmals in Haft genommen worden. Zudem soll er jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen bei Nissan deklariert und private Investitionsverluste auf das Unternehmen übertragen haben.

          Bereits Monate in Haft gesessen

          Ghosn wurde angeklagt und erst nach monatelanger Haft gegen Kaution entlassen. Knapp vier Wochen nach seiner Freilassung wurde er Anfang April dann erneut in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwaltschaft erhob erst Anfang dieser Woche abermals Anklage wegen Zahlungen an einen Vertriebspartner im Oman.

          Einen Termin für einen Prozess gegen den Manager gibt es noch immer nicht. Der einstige Vorzeigemanager, der auch jahrelang beim französischen Autobauer Renault an der Spitze stand, hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und spricht von Verschwörung.

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