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Autokrise : Ford stößt in großem Stil Mazda-Aktien ab

  • Aktualisiert am

Ford bleibt größter Anteilseigner - trotz des Verkaufs von 20 Prozent der Mazda-Aktien Bild: AP

In der derzeitigen Autokrise braucht auch der Autobauer Ford dringend Geld. Deshalb will das Unternehmen nun einen 20-Prozent-Anteil an Mazda verkaufen. Ford will jedoch 13 Prozent der Mazda-Aktien behalten und größter Anteilseigner bleiben.

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          Der angeschlagene amerikanische Autobauer Ford stockt seine knappen Barmittel auf: Er will seine Beteiligung am japanischen Fahrzeughersteller Mazda verringern. Ford will zu diesem Zwecke 20 Prozent der Mazda-Aktien verkaufen und werde in Zukunft nur noch gut 13 Prozent an dem japanischen Autokonzern halten, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit.

          Ihre strategische Partnerschaft wollen die Konzerne jedoch fortsetzen. Ford bleibt trotz des Verkaufs größter Anteilseigner bei Mazda.

          Anteil ist derzeit 538 Millionen Dollar wert

          Wie Mazda weiter mitteilte, ist der von Ford zur Disposition gestellte Mazda-Anteil von 20 Prozent derzeit umgerechnet 538 Millionen Dollar wert. Ferner kündigte der japanische Autokonzern an, dass Ford im Zuge des Anteilsverkaufs zwei seiner drei in den Mazda-Verwaltungsrat entsandten Manager abziehen wird.

          Zudem werde der jetzige Vorstandsvorsitzende Hisakazu Imaki neuer Chairman von Mazda, während sein bisheriger Stellvertreter Takashi Yamanouchi als neuer Vorstandschef und Präsident fungieren solle, hieß es. Die Veränderungen im Management sollen den Angaben zufolge zum 19. November wirksam werden.

          „Wenn ein Flugzeug zu schwer ist und die Kraft verliert, muss man Gewicht abwerfen - so viel wie nur möglich“, kommentierte Analyst Edwin Merner von der Atlantis Investment Research Corp. in Tokio den geplanten Aktienverkauf durch Ford. „Es ist eine verzweifelte, verzweifelte Lage.“

          Die Verkäufe von Ford in den Vereinigten Staaten waren im Oktober um 28 Prozent zurückgegangen. In Amerika waren die Verkaufszahlen der gesamten Autobranche im vergangenen Monat abermals stark eingebrochen. Experten erwarten, dass im gesamten Jahr weniger als 14 Millionen Fahrzeuge verkauft werden - der weltgrößte Automarkt schrumpft damit rapide auf das Niveau von Anfang der 80er Jahre. Die Chefs von Ford, GM und Chrysler, Alan Mulally, Richard Wagoner und Robert Nardelli werden an diesem Dienstag vor einem Sentatskommittee über die Lage berichten.

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