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Drohender Kahlschlag : Ausgequetschte Automobilzulieferer

Eine Frau arbeitet in der Montage der 1,5 Liter Otto-Motoren im Volkswagen Werk Salzgitter. Bild: Picture Alliance

Seit Jahren fallen in der deutschen Autoindustrie Arbeitsplätze weg. Jetzt droht ein Kahlschlag: Viele Zulieferer stehen am Rand der Insolvenz. Die Hersteller, die aktuell Rekordgewinne machen, nehmen das billigend in Kauf.

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          Viel symbolträchtiger wird es nicht. Der Hersteller der Mercedes-Sterne macht dicht. 154 Mitarbeiter, die unter anderem auch Kühlergrills für BMW produziert haben, stehen auf der Straße, mehr als die Hälfte davon sollen Hilfsarbeiter gewesen sein. Für den Zulieferer BIA Forst, einem Tochterunternehmen von BIA in Solingen, war es das.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Die Meldung machte in diesem Herbst keine großen Schlagzeilen. Manche kleinen Unternehmen schaffen es eben nicht, so ist das in einer Marktwirtschaft. Solche Pleiten finden weit unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle statt. Doch gerade darin liegt die Gefahr. Denn schon seit Jahren fallen in der Autoindustrie Arbeitsplätze weg, Schritt für Schritt, jedes Jahr. Eine Krise jagt die nächste: Pandemie, Halbleiter, Ukrainekrieg, Inflation, Transportkosten, Rohstoffpreise, Energie. Und das alles, während sich die Branche nach einem Jahrhundert vom Verbrenner verabschiedet und rausfinden muss, wie sie das Elektrozeitalter angeht und wer darin welche Rolle spielt.

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