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Autoindustrie : BMW spart bequem

BMW-Chef Harald Krüger beherrscht die Kunst des bequemen Sparens. Bild: dpa

Lange gingen die Gewinne der deutsche Autobauer nur nach oben. Damit ist es vorbei. Auch BMW will jetzt sparen – und lädt die Last bei anderen ab.

          Es ist noch gar nicht so lange her, da kannten die Gewinne der deutschen Autohersteller nur eine Richtung: nach oben. Selbst die Diesel-Krise, so schien es, konnte die wie geölt laufenden Gewinnmaschinen von Volkswagen, BMW oder Daimler nicht abwürgen.

          Doch inzwischen drücken äußere Faktoren auf die Gewinn- und Verlustrechnungen, die in ihrer Kombination von den Finanzfachleuten in Wolfsburg, München oder Stuttgart nicht so heftig erwartet wurden. Über China, dem größten Automarkt der Welt, lastet der Zollstreit mit den Vereinigten Staaten, in Europa schrumpfen die Margen durch die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstests WLTP, und über allem steht die Transformation der gesamten Branche mit hohen Ausgaben für die Elektrifizierung, die Vernetzung und all den anderen Zukunftsinvestitionen.

          Jetzt muss überall gespart werden. Im VW-Konzern ist schon von einem großen Stellenabbau die Rede. So weit sind Daimler und BMW noch nicht. Die Münchner haben dafür kurzerhand den Kreis derjenigen erweitert, die nun die Lasten tragen sollen: Neben den Aktionären, die eine deutlich gekürzte Dividende erhalten werden, sind es die Zulieferer, die ihre Kosten binnen eines Jahres möglichst halbieren sollen. Auf diese Art lässt es sich komfortabel sparen.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

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