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Autohersteller : Porsche drosselt das Tempo

  • Aktualisiert am

Porsche-Chef Oliver Blume posiert bei der Jahrespressekonferenz Bild: AFP

Der Luxuswagenhersteller macht weiter einen Milliardengewinn, aber wächst langsamer als bislang. Insgesamt hat der VW-Konzern im Februar leicht weniger Fahrzeuge verkauft.

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          Unter der Federführung von Porsche-Chef Oliver Blume wollen die drei Luxusmarken des Volkswagen-Konzerns Porsche, Bentley und Bugatti Kosten senken. Die Konzern-Markengruppe „Sport/Luxus“ wolle ab 2018 jährliche Synergien von 100 Millionen Euro erzielen, sagte Blume, Leiter der Luxusmarkengruppe, am Freitag in Stuttgart. Dies gehöre zur Porsche-Strategie 2025. Die VW-Sportwagentochtergesellschaft hat sich außerdem vorgenommen, die Produktionskosten pro Fahrzeug um 15 Prozent zu senken. „Wir wollen auch in Zukunft hochprofitabel wachsen. Wir streben dauerhaft eine Umsatzrendite von 15 Prozent an“, bekräftigte Blume.

          Das Wachstumstempo des Sport- und Geländewagenbauers verlangsamt sich unterdessen weiter. Porsche rechnet 2017 nur noch mit moderaten Zuwächsen bei den Auslieferungen und beim Umsatz, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart bekanntgab. Das operative Ergebnis könnte der Prognose zufolge stagnieren, dies aber auf sehr hohem Niveau. Schon 2016 fielen die Steigerungen im Geschäftsvolumen der VW-Tochtergesellschaft schwächer aus als im Jahr zuvor. Als Begründung für das gedrosselte Tempo 2017 verwies Finanzvorstand Lutz Meschke auf wirtschaftliche Unsicherheiten, etwa durch das Brexit-Votum.

           Die VW-Tochtergesellschaft hat ein sehr gutes Jahr hinter sich, der operative Gewinn stieg um 14 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Porsche ist neben Audi der wichtigste Ertragsbringer im Konzern. Der Anteil an der Belegschaft der Stuttgarter Firma mit ihren rund 28.000 Mitarbeitern liegt nicht mal bei einem Zwanzigstel des gesamten VW-Konzerns (627.000).

          Der gesamte Volkswagen-Konzern hat im Februar einen leichten Absatzrückgang verzeichnet. Die weltweiten Auslieferungen sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent auf rund 687.000 Fahrzeuge, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Gründe waren vor allem sinkende Verkäufe in China, Brasilien und Westeuropa. Ein Plus gab es dagegen in den Vereinigten Staaten und Russland. Dort waren die Auslieferungen allerdings zuvor eingebrochen. Unter den einzelnen Marken gingen die Auslieferungen der Kernmarke VW mit Modellen wie dem Golf und dem Passat sowie von VW Nutzfahrzeuge zurück. Das prozentual größte Wachstum schafften die Tochtergesellschaften Seat und Porsche.

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